Leben Aus Bicker’s Bücherregal: Trophäe

Blick ins Bücherregal der Chefassistentin von impulse, Anna Bicker.

Blick ins Bücherregal der Chefassistentin von impulse, Anna Bicker.© Anna Bicker

Ob zum Ausspannen oder um nach der Arbeit den Kopf frei zu bekommen: Für impulse-Chefassistentin Anna Bicker gibt es dafür nichts Besseres als ein gutes Buch. In einer neuen Serie stellt sie auf impulse.de regelmäßig ihren jüngsten Lesestoff vor. Dieses Mal: Der Thriller "Trophäe" von Steffen Jacobsen.

Buchcover
Trophäe

Steffen Jacobsen


Verlag: Heyne, erschienen am 10. November 2014, 544 Seiten, 9,99 Euro


Bewertung ♦♦♦♦♦

Es ist der 25. März. Irgendwo in Norwegen, weitab der Zivilisation, und startet eine perfide Jagd. Die Jäger unbekannt – die Beute ein junges Ehepaar.

Einige Jahre später findet die Erbin eines bedeutenden dänischen Industriemagnaten eine DVD im Safe Ihres Vaters, die die tödliche Hatz in all ihren blutigen Einzelheiten wiedergibt. Aus Angst vor einem Skandal engagiert sie den Detektiv Michael Sanders. Er soll aufklären, was ihr Vater mit der Sache zu tun hat – und den Jägern das Handwerk legen. Bei seinen Recherchen stößt Sanders auf eine Gruppe ehemaliger Soldaten, die über ein ausgeklügeltes Netzwerk Menschenjagden verkaufen – und enge Verbindungen zur Familie seiner Auftraggeberin pflegen.

Die Idee der Menschenjagd ist eben so wenig neu wie die, dass nur Menschen mit einem mindestens achtstelligen Kontostand sich diese leisten können und gelangweilt genug sind um dies zu wollen. Steffen Jacobsen schafft in seinem Thriller aber einen durchaus glaubhaften Rahmen für die Geschichte und hält im Laufe der Erzählung einige Überraschungen für die Leser bereit. Mankos sind die völlig oberflächlich gestalteten Charaktere, zu denen man bis zum Schluss keine Beziehung aufbauen kann. Und die äußerst anstrengende Angewohnheit des Autors, seine Protagonisten alles Offensichtliche noch mal verbal wiedergeben zu lassen.

Ein blutiger Thriller, sicher nichts für zartbesaitete, aber auch nichts für hochanspruchsvolle Leser.

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