Leben Aus Bickers Bücherregal: Versunken

Blick ins Bücherregal der Chefassistentin von impulse, Anna Bicker.

Blick ins Bücherregal der Chefassistentin von impulse, Anna Bicker.© Anna Bicker

Ob zum Ausspannen oder um nach der Arbeit den Kopf frei zu bekommen: Für impulse-Chefassistentin Anna Bicker gibt es dafür nichts besseres als ein gutes Buch. In einer neuen Serie stellt sie auf impulse.de regelmäßig ihren jüngsten Lesestoff vor. Dieses Mal: Der Thriller "Versunken" von Sabine Thiesler.

Buchcover
Versunken

Sabine Thiesler


Verlag: Heyne, 496 Seiten, 19,99 Euro


Bewertung ♦♦♦♦

Eigentlich wollten Werner und Vivian wie in jedem Jahr ihren Sommerurlaub auf ihrer Luxusyacht verbringen. Doch Vivian muss aus beruflichen Gründen ihre Sommerpause für zwei Wochen unterbrechen und geht in Nizza von Bord. Ihr Mann Werner soll unterdessen Richtung Elba fahren, wo sie sich wieder treffen und den Rest des Sommers genießen wollen.

Für Skipper Malte könnte dagegen eigentlich alles super laufen. Wenn da nicht diese aufsässige Crew wäre, die jeden seiner Befehle ignoriert. Während eines Streites um die Nachtwache bringt Malte einen Mannschaftskameraden um und flieht. Mittellos und verzweifelt trifft er in Nizza auf Werner, der den erfahrenen Seemann mit Begeisterung anheuert. Ein großer Fehler. Denn Malte hat in seinem Leben schon viele Menschen aus dem Weg geräumt und nun steht Werner zwischen ihm und einer Luxusyacht.

Eigentlich könnte dieses Buch wirklich spannend und mitreißend sein. Doch Sabine Thiesler scheint, neben dem Schonwaschgang, auch gleich drei Flaschen Weichspüler benutzt zu haben. Die Morde werden praktisch ausgeblendet und die Rückblende in Maltes Kindheit, die sein Serienmörder-Dasein erklären soll, ist so gefühlvoll wie eine Bedienungsanleitung. Kurzum: „Versunken“ hat mehr imaginäre Zensurbalken als eine Dokumentation über FKK-Strände in den USA im Nachmittagsprogramm. Da stört es dann auch nicht mehr, dass sämtliche Figuren reden wie eine Mutter, die versucht, den coolen Slang ihrer Teenie-Tochter zu imitieren. Schade.

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