Leben Berliner Kunstjahr 2015: Diese Ausstellungen sollten Sie nicht verpassen

In der Alten Nationalgalerie Berlin werden die Impressionisten auf die Expressionisten treffen.

In der Alten Nationalgalerie Berlin werden die Impressionisten auf die Expressionisten treffen.© Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Vom Berliner Gendarmenmarkt bis zum Fluss Sepik in Papua-Neuguinea - im Jahr 2015 nimmt die Hauptstadt die Museumsbesucher mit auf eine künstlerische Reise um die Welt.

Was haben Impressionisten und Expressionisten gemeinsam? Und wer gestaltete eigentlich die Figuren von Deutschem und Französischem Dom auf dem Gendarmenmarkt? Die Berliner Museen geben 2015 nicht nur Antwort auf diese Fragen. Eine Auswahl der wichtigsten Ausstellungen:

Imex. Impressionismus/ Expressionismus (22. Mai bis 20. September)

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In der Alten Nationalgalerie treffen die Impressionisten auf die Expressionisten. Rund 170 Meisterwerke sollen zeigen, was die beiden Künstlerbewegungen gemeinsam haben und was sie unterscheidet – und warum ihre Gemälde so populär sind. Gezeigt werden Werke deutscher und französischer Künstler, unter anderem von Franz Marc, Auguste Renoir, Edgar Degas und Ernst Ludwig Kirchner.

ZERO (21. März bis 8. Juni)

Der Martin-Gropius-Bau blickt in einer großen Schau auf die internationale Zero-Bewegung der 1950er und 60er Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte es auch in der Kunst einen völligen Neuanfang geben. Dafür stehen in Deutschland Künstler wie Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, aber auch heute unbekanntere Kunstschaffende wie Oskar Holweck und Hans Salentin. Die Schau stellt 40 Zero-Künstler und ihre Arbeiten vor.

Tanz der Ahnen (18. März bis 14. Juni)

Mehr als 200 Kunstwerke aus Ozeanien sind im Martin-Gropius-Bau zu sehen. Die Kunst aus dem Gebiet des Flusses Sepik in Papua-Neuguinea habe schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts europäische Wissenschaftler und Künstler fasziniert, so das Museum. Berlin war danach neben Basel ein Zentrum der Sepik-Forschung. Entlang des fast 1200 Kilometer langen Flusses leben nach Angaben der Ausstellungsmacher Gruppen von Menschen, die mehr als 100 verschiedene Sprachen sprechen. Ihre vom Ahnenkult geprägten Kunstwerke werden ausgestellt, darunter reich verzierte Hauspfosten, Trommeln, Ahnenfiguren und prächtig geschmückte Masken.

Tel Aviv Museum of Art visits Berlin (27. März bis 21. Juni)

Anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme der deutsch-israelischen Beziehungen schickt das Tel Aviv Museum of Art rund 70 Meisterwerke erstmals nach Europa. Der Schwerpunkt der Ausstellung im Martin Gropius Bau liegt auf der Moderne, wie es in der Ankündigung auf dem Hauptstadtportal berlin.de heißt. Zu sehen sein werden unter anderem Gemälde, Skulpturen und grafische Arbeiten von Max Beckmann, Marc Chagall, Alberto Giacometti, Pablo Picasso und Egon Schiele. Ergänzt werden soll die Schau durch Videoarbeiten und Installationen von Künstlern aus Israel.

Turmbewohner (23. Januar bis 12. April)

Die Akademie der Künste zeigt in der Alten Nationalgalerie Entwurfszeichnungen von Daniel Chodowiecki und Bernhard Rode für den Gendarmenmarkt. Die beiden Künstler entwarfen in den 1780er den Figurenschmuck des Deutschen Doms und des Französischen Doms auf dem Gendarmenmarkt. Die Dom-Türme sind mit Figuren und Reliefs geschmückt, die Szenen aus dem Leben Christi, Heiligen und Aposteln darstellen, aber auch Tugenden in allegorischer Form. Nach ihrer Restaurierung werden die Entwürfe von Chodowiecki erstmals zusammen mit den Federzeichnungen von Rode ausgestellt.

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