Leben Der Himmel über Südtirol: Lencke Steiners Reisetipps für Meran

Durch die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ wurde Lencke Steiner bekannt. Im Interview mit impulse erzählt die Unternehmerin, warum sie ihre Flitterwochen in Meran verbracht hat - und warum der italienische Kurort eine Reise wert ist.


Lencke Steiner wird von vielen Menschen auf der Straße erkannt, seit sie in der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ auftrat – einer Sendung, bei der Gründer ihre Ideen und ihr Geschäftsmodell potenziellen Investoren vorstellen, um diese als Geldgeber zu gewinnen. Familienunternehmerin Steiner machte sich schnell einen Ruf als härteste Löwin und kühle Blonde, die zu vielen Projekten Nein sagte. 2014 gab es aber auch ein großes Ja von ihr.

Frau Steiner, Sie haben vergangenes Jahr geheiratet und Ihre Flitterwochen in Südtirol verbracht. Ist Meran besonders romantisch?

Lencke Steiner: Mein Mann und ich hatten nur vier Tage Zeit. Wir haben uns ein Cabrio gemietet und sind nach Meran gefahren, weil der Ort so viel Flair hat. Sie kommen an, die Luft ist ganz anders, und Sie fühlen schon beim Aussteigen: Der Urlaub hat begonnen. Morgens lag unsere Herberge, das Castel Fragsburg, oft über den Wolken. Das Hotel wurde fünf Kilometer über Meran auf einem Berg erbaut. Auf dem überhängenden Balkon unseres Zimmers hatte ich das Gefühl zu fliegen. Das Frühstück dort oben ist etwas Besonderes. Man lässt sich Zeit und genießt. Wir konnten ausgedehnte Gespräche führen: Was wollen wir gemeinsam erreichen? Wie stellen wir uns unser Leben vor? Diese ganzen Fragen, die einem einfallen, wenn man frisch verheiratet ist.


 

So schön ist es in und um Meran

 

© MGM / Frieder Blickle (6); MGM / Helmuth Rier (3)


 

Ihr Mann ist auch Unternehmer und führt wie Sie die Geschäfte. Schaffen Sie es als Paar, vier Tage komplett abzuschalten?

Wir haben versucht, nur wenig zu arbeiten. Aber Meran ist kein Ort fernab der Zivilisation ohne Funknetz. Da schaue ich schon mal im Internet, was zu Hause los ist und überprüfe meine E-Mails. Trotzdem: Ich brauche im Urlaub Zeit zum Ausruhen und Entspannen – und für kreative Langeweile. In jedem von uns schlummern Ideen, man muss sie nur rauslassen. Dafür brauche ich Abstand vom Tagesgeschäft und ein Gefühl von zu Hause. Meran bietet das, der Ort ist familiär. Das zeichnet die ganze Region aus. Die Menschen in Südtirol sind offen und herzlich, fröhlich und gastfreundlich. Als Gast muss ich mich hier um nichts kümmern. Da kann ich die Gedanken fliegen lassen.

Wo ist Meran am schönsten?

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sollte sich kein Tourist entgehen lassen – hier werden alle Sinne angesprochen. Die Blütenpracht im Frühling und Sommer ist überwältigend, hinzu kommen die bunten Papageien, die dem Besucher um den Kopf schwirren. Zudem ist Meran ein wunderbarer Ausgangspunkt für Wanderungen, die Waalwege etwa führen kilometerweit an den alten Bewässerungskanälen entlang. Die Nähe zum Wasser gefällt mir als Hanseatin aus Bremen natürlich besonders gut.

Haben Sie sich ein Erinnerungsstück aus dem Urlaub mitgebracht?

Wir sind mit schweren Koffern zurückgekehrt. Im Castel Fragsburg führt ein Sternekoch das Restaurant, bei ihm haben wir die verrücktesten Speisen genossen, etwa einen Nachtisch mit Mousse von weißer Edelschokolade, Fenchelsorbet, Dill-Essenz und Mürbeteigstreuseln. Der Chef des Luis lässt Sie nach dem Menü nicht einfach so gehen: Zum Abschied bekamen wir selbst gemachtes Rosmarinöl. Außerdem haben wir Olivenöl mitgebracht und natürlich auch eine Flasche Wein.

Was sollte man unbedingt gesehen haben, wenn man einen Kurztrip nach Meran macht? Auf der nächsten Seite verrät Lencke Steiner ihre persönlichen Meran-Tipps.

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