Leben Deutschland, Land der Einzelkinder

Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland. In diesem Jahr kam dabei heraus: Die Zahl der Kinder, die ohne Bruder oder Schwester aufwachsen, stieg zuletzt deutlich.

Die Zahl der Familien mit Kindern in Deutschland sinkt, der Anteil der Ein-Kind-Familien wächst. Im vergangenen Jahr hatten 53,3 Prozent der Familien nur ein Kind, zehn Jahre zuvor lag der Anteil noch bei knapp 51 Prozent. Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag als Ergebnis aus dem Mikrozensus.

Ein gutes Drittel der Familien, 36 Prozent, zog 2011 zwei minderjährige Kinder auf. Nur zwei Prozent der Familien hatten vier oder mehr Kinder unter 18 Jahren.

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Im vergangenen Jahr gab es rund 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind, mehr als eine Million weniger als 2001. Insgesamt hatten die Familien 2011 rund 14,5 Millionen Kinder, davon 13 Millionen unter 18 Jahren.

Im Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung, gehören Ehepaare, Lebensgemeinschaften und alleinerziehende Eltern zu Familien. Gezählt werden außer leiblichen Kindern auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder.

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