Filmstarts „Er ist wieder da“ – und zwar im Kino

Krömeier (Franziska Wulf) zeigt dem Führer die Möglichkeiten des "Internetz" (Oliver Masucci).

Krömeier (Franziska Wulf) zeigt dem Führer die Möglichkeiten des "Internetz" (Oliver Masucci).© 2015 Constantin Film Verleih GmbH

Eine Hitlersatire, bei der das Lachen im Hals stecken bleibt: Diese Woche läuft "Er ist wieder da" an. Oder wie wär's mit Ridley Scotts "Der Marsianer" und einem Doping-Drama um Lance Armstrong?

„Er ist wieder da“ – David Wnendt verfilmt Hitlersatire

Das Buch stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal. Jetzt hat Erfolgsregisseur David Wnendt („Kriegerin“, „Feuchtgebiete“) die Hitlersatire „Er ist wieder da“ verfilmt, Burgschauspieler Oliver Masucci spielt die Hauptrolle. In dem 2012 erschienenen Buch von Autor Timur Vermes erwacht Adolf Hitler mitten in Berlin wieder zum Leben und startet eine Karriere als TV-Star. Im Film begegnet er in dokumentarischen Szenen auch „normalen“ Menschen auf der Straße.

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Doch Wnendt zeigt, wie das Deutschland von heute einen Hitler erneut aufnimmt, wie es sich von ihm wohlig aus der „Volksseele“ sprechen lässt. Wenn irgendwo der Spruch noch passt vom Lachen, das einem im Halse stecken bleibt, dann bei dieser bitterbösen, erschreckenden und unbedingt sehenswerten Satire. „Mir war wichtig, die Realität in den Film zu holen, um etwas über unsere heutige Gesellschaft auszusagen“, sagt Wnendt.

  • Er ist wieder da, Deutschland 2015, 110 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: David Wnendt
  • Darsteller: Oliver Masucci, Fabian Busch, Christoph Maria Herbst, Katja Riemann

 

Ridley Scotts „Der Marsianer“: Weltraum-Action mit Matt Damon

US-amerikanische Astronauten forschen auf einer Nasa-Basisstation auf dem Mars. Wegen eines gewaltigen Sandsturms müssen die Männer und Frauen den roten Planeten jedoch plötzlich verlassen – zurück bleibt ihr tot geglaubter Kollege Mark. Doch der lebt und setzt alles daran, dass das auch so bleibt: Er verwandelt Wasserstoff in Wasser und zieht Kartoffeln. Nachdem er den Kontakt zur Erde herstellen konnte, wird dort alles daran gesetzt, den einsamen Mars-Bewohner zu retten.

Der Film ist eine actionreiche Science-Fiction-Produktion in 3D-Technik von Altmeister Ridley Scott mit den Hollywoodstars Matt Damon und Jessica Chastain. Frappierend platt geriet dem Regisseur allerdings das Innenleben seiner Helden.

  • Der Marsianer – Rettet Mark Watney, USA 2015, 135 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: Ridley Scott
  • Darsteller: Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wiig

 

„Um jeden Preis“ – Aufstieg und Fall von Lance Armstrong

Die Affäre um Lance Armstrong hat den Radsport erschüttert. Der britische Regisseur Stephen Frears („The Queen“, „Mein wunderbarer Waschsalon“) zeichnet das Doping-Drama um Armstrong in einem neuen Spielfilm nach. „Um jeden Preis“ stützt sich auf Enthüllungen des Journalisten David Walsh, der den siebenfachen (und später entthronten) Tour-de-France-Sieger über Jahre beobachtete – bis er ihm auf die Schliche kam. In knapp 100 Minuten entfaltet Frears das Duell zwischen Walsh (Chris O’Dowd) und Armstrong (Ben Foster).

Zwar gelingt es Ben Foster, glaubwürdig Armstrong als schillernd-verbissenen Aufsteiger zu spielen. Doch sonst bleibt das Drama merkwürdig hölzern, die Geschichte blutarm. In sperrigen Dialogen versuchen Frears und Drehbuchautor John Hodge, die Hintergründe des Doping-Systems für jeden verständlich zu erklären. Doch warum der maßlos ambitionierte Armstrong immer tiefer in das Lügennetz versinkt, bleibt auch danach ein Rätsel.

  • The Program – Um jeden Preis, Großbritannien, Frankreich, 103 Min.
  • FSK ab 0
  • Regie: Stephen Frears
  • Darsteller: Ben Foster, Chris O’Dowd, Guillaume Canet

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