Leben Die Kinostarts der nächsten Woche

Von einem Western mit Tommy Lee Jones und Oscarpreisträgerin Hilary Swank bis zu einer skurrilen Komödie aus Norwegen: impulse.de zeigt die Kinostarts der kommenden Woche.

„The Homesman“: Western mit Tommy Lee Jones und Hilary Swank

Um drei wahnsinnig gewordene Frauen aus dem rauen Westen zurück in die Zivilisation zu bringen, machen sich um 1850 die gottesfürchtige Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) und der ungehobelte Outlaw George Briggs (Tommy Lee Jones) mit der Kutsche auf eine gefährliche Reise. Erst allmählich lernen sich die beiden kennen und schätzen. Dann lässt ein tragischer Zwischenfall die Zweisamkeit zerbrechen.

Tommy Lee Jones hat selbst Regie geführt in diesem schnörkellosen, grandios gespielten Western, der zwischen grimmigem Humor und tiefer Trauer changiert. „The Homesman ist kein Western, sondern ein Film über die Geschichte der Frauen in meiner Familie“, sagt Jones. Aber dennoch hat er keinen feministischen Western gedreht. Sein packender Film erzählt die hinreißende Geschichte eines ungleichen Paars, das gegen Indianer, Gangster, den Winter und schließlich auch gegen die eigenen Gefühle ankämpft.

Oscarpreisträgerin Hilary Swank („Million Dollar Baby“) spielt die Powerfrau Mary Bee mit Hingabe und absolut überzeugend. Swank gelingt die heikle Balance zwischen schrulliger Nächstenliebe und einem eisernen Willen. Tommy Lee Jones gibt routiniert den zerknitterten Rumtreiber, der ebenso garstig und zynisch wie auch sehr empfindsam und liebevoll sein kann. Aber dieser Typ weiß einfach aus Erfahrung, dass Überleben im wilden Westen kein einfacher Job ist.

 

  • The Homesman, USA 2014, 120 Min.
  • FSK: ab 16
  • Regisseur: Tommy Lee Jones
  • Schauspieler: Hilary Swank, Tommy Lee Jones, Meryl Streep, Hailee Steinfeld u.a.

 


 

„Serena“: Düsteres Drama mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper

George und Serena sind Ende der 1920er Jahre dazu entschlossen, in den rauen Wäldern von North Carolina ihr Glück zu machen. Die beiden scheinen perfekt zusammen zu passen: George (Bradley Cooper, „Hangover“) besitzt Land in den Smoky Mountains und Serena (Jennifer Lawrence, „Die Tribute von Panem“) stammt aus einer Familie von Holzfällern. Eine dramatische Wende nimmt „Serena“, als die junge Frau ihr Kind verliert. Als sie dann noch entdeckt, dass George der Mutter seines unehelichen Sohnes regelmäßig Geld gibt und er ein Foto des Jungen aufbewahrt, erfasst Serena rasende Eifersucht. Kaltblütig fasst sie einen mörderischen Plan.

In dem düsteren Film der Oscar-gekrönten dänischen Regisseurin Susanne Bier geht es um Liebe und Eifersucht, Habgier und Neid, Gewalt und Korruption. Die Schauspieler sind durchaus überzeugend, die Handlung dagegen nicht immer.

 

  • Serena, USA 2013, 109 Min.
  • FSK: ab 12
  • Regisseur: Susanne Bier
  • Schauspieler: Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, Rhys Ifans u.a.

 


 

„Die Wolken von Sils Maria“ – Innenansicht einer alternden Diva

Gut 20 Jahre nach ihrem Durchbruch als Schauspielerin bekommt Maria Enders (Juliette Binoche) das Angebot, genau in dieser Produktion noch einmal mitzuspielen, allerdings den Gegenpart ihrer damaligen Figur. Als 18-Jährige spielte sie eine junge, verführerische Frau, die ihre sehr viel ältere Chefin verführt und letztendlich zerstört. Nun soll Maria in die Rolle dieser reifen Frau schlüpfen. Sie hadert. Dazu trägt auch die ungewöhnliche Beziehung zu ihrer jungen Assistentin Valentine (Kristen Stewart, „Twilight“) bei, die sie letztendlich überzeugt.

Regisseur Olivier Assayas („Carlos – Der Schakal“) inszeniert mit „Die Wolken von Sils Maria“ vor der Kulisse der Schweizer Alpen ein vielschichtiges psychologisches Drama um eine alternde Diva und den Wandel der Zeit. Assayas verlangt seinem Publikum viel Geduld, Kombinationsvermögen und auch einiges Filmwissen inklusive Klatsch und Tratsch ab, um den Film in all seinen Facetten zu begreifen. Manchmal scheint sich die Geschichte kaum weiterzuentwickeln, Handlungsstränge führen ins Nichts. Vieles bleibt nebulös. Lässt man sich darauf ein, nimmt einen dieses psychologische Sittengemälde dennoch ein – dank der beiden sehr präsenten Darstellerinnen und der noch präsenteren Schweizer Alpenlandschaft.

 

  • Die Wolken von Sils Maria, Deutschland/Frankreich/Schweiz 2014, 124 Min.
  • FSK: ab 6
  • Regisseur: Olivier Assayas
  • Schauspieler: Juliette Binoche, Kristen Stewart, Chloë Grace Moretz, Lars Eidinger u.a.

 


 

„Nachts im Museum“: Letzter Teil der Erfolgsreihe

Fünf Jahre sind vergangen seit der letzten Nacht, die Ben Stiller als Aufseher im Museum verbringen durfte. Nun kommt der dritte Teil der erfolgreichen „Nachts im Museum“-Serie in die Kinos. „Das geheimnisvolle Grabmal“ soll den Abschluss der Reihe bilden. Nachtwächter Larry muss diesmal aus New York nach London reisen, um seine Museums-Freunde zu retten. Wieder mit dabei sind etwa Teddy Roosevelt, Attila der Hunne, der Römer Octavius und der Cowboy Jedediah. Die magische Tafel, durch die sie nächtens zum Leben erweckt werden, droht ihre Kraft einzubüßen.

In der Fortsetzung ist der diesen August gestorbene Robin Williams in seiner letzten Rolle auf der Leinwand zu sehen.

 

  • Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal, USA/Großbritannien 2014, 97 Min.
  • FSK: ohne Beschränkung
  • Regisseur: Shawn Levy
  • Schauspieler: Ben Stiller, Robin Williams, Owen Wilson u.a.

 


 

„1001 Gramm“: Skurrile Komödie aus dem hohen Norden

Marie ist eine nüchterne Wissenschaftlerin. Die Norwegerin reist als Angestellte des Eichamts durchs Land, um Messgeräte aller Art zu kontrollieren, von der Briefwaage bis zur Benzinpumpe. Eines Tages geht es für die alleinstehende Frau nach Paris, sie soll dort das norwegische Referenzkilogramm neu kalibrieren lassen. Eine Reise, bei der auch Maries privates Befinden auf den Prüfstand kommt.

Verantwortlich für die Komödie ist der norwegische Regisseur Bent Hamer, bekannt durch Filme wie „Factotum“ mit Matt Dillon oder „Kitchen Stories“. Hamers Film stellt auch philosophische Fragen, etwa nach dem Gewicht der Liebe und dem Gewicht eines Lebens.

 

  • 1001 Gramm, Norwegen/Deutschland 2014, 93 Min.
  • FSK: ohne Altersbeschränkung
  • Regisseur: Bent Hamer,
  • Schauspieler: Stein Winge, Laurent Stocker, Ane Dahl Torp u.a.

 


 

Held statt Baby: „Der kleine Drache Kokosnuss“

„Der kleine Drache Kokosnuss“ von Ingo Siegner gehört längst zu den Kinderbuchklassikern. Die Geschichten sind lustig und gut geschrieben, die Bilder dazu kunterbunt und fröhlich. Nun kommen die Abenteuer des Drachen ins Kino. Kokosnuss soll darin das kostbare Feuergras bewachen, doch als er einmal nicht aufpasst, wird es geklaut. Als er das wundersame Gras mit seinen Freunden zurückholen will, geraten sie in ein aufregendes Abenteuer. Für den Drachen die ideale Chance, es allen zu zeigen, galt er bislang doch als ziemlich tollpatschig und unfähig. Nun aber hat er gute Aussichten, ein Held zu werden, auch weil ihn der kleine Fressdrache Oskar und das Stachelschwein Mathilda tapfer begleiten.

 

  • Der kleine Drache Kokosnuss, Deutschland 2014, 82 Min.
  • FSK: ohne Altersbeschränkung
  • Regisseur: Nina Wels und Hubert Weiland
  • Mit den Stimmen von: Max von der Groeben, Dustin Semmelrogge und Carolin Kebekus u.a.

 


 

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