Leben Die Kinostarts der kommenden Woche

Von einer Liebeskomödie mit den Hollywood-Veteranen Michael Douglas und Diane Keaton bis zur Doku über das Leben von Edward Snowden im Exil: impulse.de zeigt die Kinostarts der kommenden Woche.

„Das grenzt an Liebe“: Fast-Rentner Douglas entdeckt Diane Keaton

 

 

Oren Little ist ein erfolgreicher Immobilienmakler kurz vor dem Ruhestand – und ein Menschenfeind. Sein selbstgefälliges Leben im
beschaulichen Hafenort Southport/Connecticut endet abrupt, als sein ihm längst entfremdeter Sohn auftaucht – und mit ihm eine zehnjährige
Enkeltochter. Natürlich reagiert Oren emotional total überfordert. Doch da ist noch die attraktive Nachbarin Leah, die sich einfühlsam um die Enkelin, aber auch um den Großvater kümmert. Mit den Hollywood-Veteranen Michael Douglas und Diane Keaton will „Harry und Sally“-Regisseur Rob Reiner in seiner komödiantischen Romanze der alternden Babyboomer-Generation Mut zu Liebe, Zweisamkeit und Familiensinn machen.

  • Das grenzt an Liebe, USA 2014, 94 Min.
  • FSK: ohne Altersbeschränkung
  • Regisseur: Rob Reiner
  • Schauspieler: Michael Douglas, Diane Keaton, Sterling Jerins, u.a.

 


 

Kinobilder wie Gemälde: Leighs „Mr. Turner – Meister des Lichts“

 

 

Joseph Mallord William Turner ist ein kompromissloser Künstler. Das renommierte Mitglied der Royal Academy, das mit seinem geliebten Vater und einer ihm vielfältig dienstbaren Haushälterin in einem Domizil mit eigener Verkaufsgalerie in London haust, beugt sich keiner
Autorität. Er tritt meist grantig auf – und ist doch zu großer Sensibilität und Zärtlichkeit sowie zu noch größerer romantischer Malerei
fähig. Vor dem Hintergrund des sich gesellschaftlich wandelnden Großbritannien des 19. Jahrhunderts zeichnet Kinolegende Mike Leigh mit
Hauptdarsteller Timothy Spall ein faszinierendes Porträt eines der weltweit bedeutendsten Künstler.

  • Mr. Turner – Meister des Lichts, Großbritannien, Frankreich, Deutschland 2014, 149 Min.
  • FSK: ab 6
  • Regisseur: Mike Leigh
  • Schauspieler: Timothy Spall, Dorothy Atkinson, Marion Bailey, u.a.

 


 

„Im Labyrinth des Schweigens“ – Film über Auschwitz-Prozess

 

 

Rund 50 Jahre nach Beginn des Frankfurter Auschwitz-Prozesses kommt ein Film über den juristischen Meilenstein ins Kino. Regisseur Giulio Ricciarelli erzählt die – fiktive – Geschichte eines jungen Staatsanwaltes (Alexander Fehling), der in den frühen Wirtschaftswunderjahren der Bundesrepublik Deutschland erst noch lernen muss, was Auschwitz wirklich bedeutet hat. Von dem Journalisten Thomas Gnielka (André Szymanski) aufgerüttelt, der einen ehemaligen Auschwitz-Wärter anzeigen will, macht er sich daran, die Geschehnisse, die damals noch nicht lange her sind, aufzuarbeiten. Während die Nürnberger Prozesse von den Alliierten ausgingen, war der Frankfurter Auschwitz-Prozess der erste, in dem sich die deutsche Justiz mit den Gräueltaten der Nationalsozialisten auseinandersetzte.

  • Im Labyrinth des Schweigens, Deutschland 2014, 122 Min.
  • FSK: ab 12
  • Regisseur: Giulio Ricciarelli
  • Schauspieler: Alexander Fehling, Gert Voss, Friederike Becht, u.a.

 


 

„Plötzlich Gigolo“: Schräge Komödie mit Woody Allen

 

 

Dass das Aussehen nichts über die Qualitäten als Liebhaber aussagt, ist hinlänglich bekannt. John Turturro stellt es als schüchterner
Florist Fioravante in seiner fünften Regiearbeit eindrücklich unter Beweis. Dabei agiert ausgerechnet Woody Allen als Fioravantes kauziger, aber überaus geschäftstüchtiger Freund und Zuhälter. Denn Allen alias Murray macht gerade seinen antiquarischen Buchladen dicht und entdeckt zufällig die Bedürfnisse seiner Hautärztin (Sharon Stone). Er engagiert Fioravante als Gigolo. Doch dann kommt natürlich die Liebe ins Spiel. Turturros „Plötzlich Gigolo“ hat alles, was ein ordentlicher Allen braucht: eine schräge Geschichte, ein Star-Ensemble, die New Yorker Kulisse und einen schön verschrobenen Allen.

  • Plötzlich Gigolo, USA 2013, 98 Min.
  • FSK: ohne Altersbeschränkung
  • Regisseur: John Turturro
  • Schauspieler: John Turturro, Woody Allen, Vanessa Paradis, Liev Schreiber, Sharon Stone, Sofía Vergara, u.a.

 


 

„Den Himmel gibt’s echt“ – Drama um Nahtoderlebnis eines Jungen
 

 

Ein vierjähriger Pastorensohn in den USA stirbt beinahe auf dem Operationstisch. Nach seiner Genesung erzählt er seinen Eltern von
erstaunlichen Begegnungen, die er im Himmel erlebt haben will. Das Filmdrama „Den Himmel gibt’s echt“ von Regisseur Randall Wallace beruht auf einer wahren Geschichte. Der Vater des kleinen Colton hat sie in dem Buch „Heaven Is for Real“ aufgeschrieben. Der Bestseller ist die Vorlage für den Film. Greg Kinnear spielt den Pastor Todd Burpo, der nach anfänglicher Skepsis mehr und mehr glaubt, dass der Junge in der Schwebe zwischen Leben und Tod tatsächlich im Himmel zu Besuch war.

  • Den Himmel gibt’s echt, USA 2014, 99 Min.
  • FSK: ohne Altersbeschränkung
  • Regisseur: Randall Wallace
  • Schauspieler: mit Greg Kinnear, Kelly Reilly, Connor Corum, Thomas Haden Church. u.a.

 


 

„Interstellar“: Sci-Fi-Epos von Kultregisseur Christopher Nolan

 

 

Der Regisseur Christopher Nolan, bekannt für hochgelobte Filme wie „Inception“ oder „The Dark Knight“, nimmt uns diesmal mit auf die vielleicht wichtigste Mission in der Geschichte der Menschheit. In „Interstellar“ neigt sich das Leben auf unserem Heimatplaneten allmählich dem Ende zu. Also macht sich ein Team der renommiertesten Weltraumforscher und Wissenschaftler daran, einen neuen, bewohnbaren Planeten zu finden. Nolans Drama ist prominent besetzt: Neben Oscarpreisträger Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“) agieren Mimen wie Jessica Chastain oder Michael Caine.

  • Interstellar, USA, Großbritannien 2014, 169 Min.
  • FSK: noch nicht vergeben
  • Regisseur: Christopher Nolan, mit Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jessica Chastain, u.a.

 


 

„Citizenfour“ zeigt Geschichte der Snowden-Enthüllungen

 
Screenshot Film Snowden
 

Der NSA-Skandal begann mit einer E-Mail an Regisseurin Laura Poitras. „Ich bin ein hochrangiger Mitarbeiter der Geheimdienste“, schreibt der Unbekannte, der sich „Citizenfour“ nannte. Es ist Edward Snowden. Poitras fliegt mit zwei anderen Journalisten nach Hongkong, um
den Informanten zu treffen. Die nervenaufreibenden Tage in Hongkonger Hotelzimmern sind das Herzstück ihres Dokumentarfilms. Hier erklärt
Snowden das erste Mal, welche brisanten Informationen er aus der abgeschirmten Welt der NSA nach außen getragen hat. Gleichzeitig
beleuchtet Poitras die komplexe Geschichte der Überwachungsprogramme.

  • Citizenfour, Deutschland, USA u.a. 2014
  • Englisch mit deutschen Untertiteln
  • von Laura Poitras, mit Edward Snowden, Glenn Greenwald, Jacob Appelbaum

 


 

„Die Familie“: Doku über die Angehörigen der Maueropfer

 

 

Sie wollten die Freiheit. Doch ihr Fluchtversuch aus der DDR endete tödlich. 138 Menschen starben nach bisherigen Erkenntnissen allein an der Berliner Mauer. 25 Jahre nach dem Mauerfall erzählt der Dokumentarfilm „Die Familie“ von der Trauer, Verzweiflung und Wut der
Angehörigen der Maueropfer. Regisseur Stefan Weinert („Gesicht zur Wand“) lässt Mütter, Väter, Ehefrauen, Kinder und Geschwister zu Wort kommen – sie sind selbst Opfer des DDR-Unrechts, bis heute. Zusammen mit dem Regisseur besuchen die Angehörigen der an der innerdeutschen Grenze Getöteten die Schauplätze der Tragödien. Weinert ist auch dabei, wenn sie Einsicht in die Stasi-Unterlagen nehmen, um die genauen Todesumstände der Opfer zu erfahren. Ein berührender, nachdenklich machender Film.

  • Die Familie, Deutschland 2013, 92 Min.
  • FSK: ab 12
  • von Stefan Weinert

 


 

Mit „Quatsch“ und Chaos gegen Mittelmäßigkeit

 

 

In Bollersdorf ist Chaos ab sofort verboten. Denn die Menschen dort sollen mittelmäßig werden. Schreckliche Idee, finden die Kinder. Sie wollen Spaß haben und das geht eben nur, wenn es rund geht. Gemeinsam mit ihren Großeltern hecken sie einen Plan aus, um ihren Ort von
der Langeweile zu erlösen. Ihre Ideen sind lustig und vor allem sehr, sehr chaotisch. Bald bricht in Bollersdorf das Chaos aus: Die Kinder versenken einen Dampfer, fahren ein Müllauto zu Schrott und klettern heimlich auf einen riesigen Kran. Das Wichtigste aber: Sie haben ein Riesenvergnügen, wie die bunte Kinokomödie „Quatsch und die Nasenbärbande“ zeigt.

  • Quatsch und die Nasenbärbande, Deutschland 2014, 82 Min.
  • FSK: ab 0
  • Regisseur: Veit Helmer
  • Schauspieler: Fritzi Haberlandt, Benno Fürmann, Nadeshda Brennicke, u.a.

 


 

„The Bachelor Weekend“: Irrer Junggesellen-Abschied in der Wildnis

 

 

Bis zur Hochzeit von Ruth und Fionnan ist es nicht mehr lange hin. Also beauftragt Ruth Fionnans besten Freund Davin damit, einen
ordentlichen Junggesellenabschied für den sensiblen Fionnan zu organisieren. Davin aber kann nur wenig anfangen mit derartigen Ritualen.
Und als wäre das noch nicht genug, verlangt Ruth auch noch, dass ihr mehr als gewöhnungsbedürftiger Bruder ebenfalls an dem Wochenende teilnimmt. Bei ihrem Bruder, von allen nur «The Machine» genannt, handelt es sich um einen so unsensiblen wie unausstehlichen Macho. „The Stag“, so der Originaltitel dieser Komödie aus Irland, wurde in Szene gesetzt von Regisseur John Butler.

  • The Bachelor Weekend, Irland 2013, 94 Min.
  • FSK ab 12
  • Regisseur: John Butler
  • Schauspieler: Andrew Scott, Peter McDonald, Hugh O‘ Conor, u.a.
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