Leben Diese Filme sind neu in den Kinos

Fantastischer Flop: Die Verfilmung der Marvel-Comicreihe "Fantastic Four".

Fantastischer Flop: Die Verfilmung der Marvel-Comicreihe "Fantastic Four".© Constantin Film

Superhelden-Fans kommen bei "Fantastic Four" auf ihre Kosten, die Agentenserie "Solo für O.N.C.E.L." erlebt ein Revival im Kino und "Dating Queen" bringt Frauen zum Lachen. Unsere Filmstarts der Woche.

„Fantastic Four“ – eine nicht so fantastische Marvel-Comicverfilmung

Die Fantastic Four waren die ersten Superhelden in Marvels Comic-Universum, geschaffen von Stan Lee und Jack Kirby im Jahr 1961: Human Torch, der Feuermensch. Invisible Woman, die Unsichtbare mit den Superkräften. Das Steinbrocken-Wesen The Thing. Und Mr. Fantastic, der seinen Körper beliebig ausdehnen kann.

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Logisch, dass nach den Erfolgen von Comic-Verfilmungen wie „Marvel’s The Avengers“ oder „Iron Man“ nun auch die fantastischen Vier eine Renaissance im Kino erleben. Doch „Fantastic Four“ kann die Erwartungen nicht erfüllen. Dabei hätte die Geschichte durchaus Potenzial, sich in die Riege der spannenden Marvel-Filme einzureihen. Reed, der spätere Mr. Fantastic, bastelt schon als Kind wie besessen an einer Maschine, die Gegenstände an einen anderen Ort beamt. In der Schule erntet er dafür Spott, nur sein Mitschüler Ben glaubt an ihn. Jahre später wird Reed von Franklin Storm an dessen Elite-Denkfabrik eingeladen, um dort die Erfindung zu perfektionieren.

Mit dem Kommilitonen Victor von Doom und Storms Kindern Johnny und Sue entwickelt Reed tatsächlich ein Gerät, das Menschen teleportieren kann. Als die Freunde mit Ben die Maschine heimlich ausprobieren, geschieht ein Unglück: Victor stürzt in einen brodelnden Abgrund, die anderen werden von einer mächtigen Super-Energie getroffen. Sie besitzen auf einmal überirdische Kräfte. Die sind auch notwendig, denn ein gefährlicher Angreifer will die Erde in seine Gewalt bringen.

Die Schauspieler liefern durchweg eine solide Leistung. Doch die Geschichte kann nicht überzeugen. Nicht nur, dass sie wenig Überraschendes bietet. Sie hält sich auch zu lange damit auf, die Vorgeschichte in allen Facetten zu erzählen. Als Reed, Sue, Johnny und Ben endlich zu Superhelden mutieren, ist der Film fast schon vorbei. In der wenigen Zeit, die noch bleibt, müssen sie mit ihren Kräften klarkommen und lernen, sie zu beherrschen. Und sie müssen die Welt vor einem galaktisch bösen Schurken retten, der finstere Pläne schmiedet.

Hier startet das Abenteuer. Doch der Film spult fast schon gelangweilt ab, wie die Freunde mit ihrem mächtigen Gegner kämpfen. Jeder darf mal und am Ende steht die wenig überraschende Erkenntnis: Nur gemeinsam sind wir stark.

  • Fantastic Four, USA 2015, 98 Min.
  • FSK: o.A.
  • Regie: Josh Trank
  • Darsteller: Miles Teller, Michael B. Jordan, Kate Mara u.a.

 

„Codename U.N.C.L.E.“: Guy Ritchies Spielfilm zur Agentenserie

Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges Anfang der 60er Jahre sollen der CIA-Agent Napoleon Solo (Henry Cavill) und sein KGB-Kollege Illya Kuryakin (Armie Hammer) mit vereinten Kräften einem geheimnisvollen Verbrechersyndikat das Handwerk legen. Ein verschwundener deutscher Wissenschaftler ist die einzige Spur zu dem Syndikat, das mit Atomwaffen die Welt zu zerstören droht.

Basierend auf der US-amerikanischen TV-Serie „Solo für O.N.C.E.L.“ hat „Sherlock-Holmes“-Regisseur Guy Ritchie einen Agentenfilm gedreht, der zwischen Action und Nostalgie changiert, und nicht ohne den genretypischen Humor auskommt.

  • Codename U.N.C.L.E., USA 2015, 116 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: Guy Ritchie
  • Darsteller: Henry Cavill, Armie Hammer, Hugh Grant

 

„Coconut Hero“ – eine tragikomische „Coming of Age“-Geschichte

Mit 16 hat man noch Träume – sollte man meinen. Dem Teenager Mike Tyson (Alex Ozerov) geht es in dem Film „Coconut Hero“ allerdings anders. Er wird wegen seines Namens gehänselt, hat keine Freunde und an seinen Vater („Victoria“-Regisseur Sebastian Schipper) kann er sich nicht erinnern, weil der die Familie verließ, als Mike noch ein Baby war. Sein Leben macht dem jungen Mike einfach keinen Spaß – und so beschließt er, ihm ziemlich frühzeitig ein Ende zu setzen.

Er gibt seine eigene Todesanzeige auf und schießt sich mit dem Gewehr seines Vaters in den Kopf. Doch auch das geht schief. Er überlebt. Zu seiner Freude wird bei der Untersuchung aber ein Hirntumor festgestellt. Er verweigert die lebensrettende Operation.

Seine Todes-Pläne geraten allerdings ziemlich ins Wanken, als er die hübsche Miranda (Bea Santos) kennenlernt und sein Vater unverhofft wieder in sein Leben tritt. Eine Coming of Age-Geschichte mal anders.

  • Coconut Hero, Deutschland/Kanada 2015, 97 Min.
  • FSK: ab 12 Jahren
  • Regie: Florian Cossen
  • Darsteller: Alex Ozerov, Sebastian Schipper, Udo Kier

 

„Dating Queen“ – eine neue Komödie von Kultregisseur Apatow

Judd Apatow hat schon Filme ins Kino gebracht wie „Beim ersten Mal“ und „Immer Ärger mit 40“. Auch als Produzent von gelobten Komödien wie „Brautalarm“ machte sich der US-Amerikaner einen Namen. Nun bringt Apatow mit „Dating Queen“ eine neue Komödie ins Kino.

Es geht um Amy, die als Reporterin eines Männermagazins keine Party und auch kaum einen Mann auslässt. Von ihrem Vater hatte sie einst mitbekommen, dass Monogamie unrealistisch sei. Amys Leben beginnt sich zu ändern, als sie für einen Artikel auf den charmanten Sportarzt Aaron trifft.

„Trainwreck“, so der Originaltitel, ist besetzt mit Darstellern wie Amy Schumer, Brie Larson und auch einer Tilda Swinton.

  • Dating Queen, USA 2015, 125 Min.
  • FSK: FSK ab 12 Jahren
  • Regie: Judd Apatow
  • Darsteller: Amy Schumer, Brie Larson, Bill Hader

 

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