Leben Diese Filme sind neu in den Kinos

Andy Bichlbaum und Mike Bonanno (v.l.n.r) stellen im Film "die Yes Men - Jetzt wird's persönlich "den Survivaball vor, der Manager vor Klimakatastrophen schützen soll.

Andy Bichlbaum und Mike Bonanno (v.l.n.r) stellen im Film "die Yes Men - Jetzt wird's persönlich "den Survivaball vor, der Manager vor Klimakatastrophen schützen soll.© FilmPressKit

Zieht Sie eher die Komödie "Broadway Therapy" mit Jennifer Aniston und Owen Wilson in die Kinos oder die Doku "Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich"? Die Filmtipps der Woche.

Brüllend komische Farce mit Star-Aufgebot: „Broadway Therapy“

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Starke Frauen, schwache Männer und viele eindeutige Zweideutigkeiten bestimmen das vergnügliche Verwirrspiel um die Crew einer Theaterinszenierung am New Yorker Broadway. Im Zentrum der Geschichte steht eine offenherzige junge Schauspielerin (Imogen Poots), die es von ganz unten, aus der Horizontalen, aufrecht bis nach ganz oben auf der Karriereleiter geschafft hat. Mit drastischer Direktheit setzt sie ein Heer prüder Bürger schachmatt.

Nach mehreren Jahren Auszeit kehrt Kult-Regisseur Peter Bogdanovich („Is‘ was, Doc?“) mit „Broadway Therapy“ zurück ins Kino und begeistert mit einer schrillen Farce um Lust und Leid der Liebe. Die Schauspielstars Imogen Poots, Jennifer Aniston, Owen Wilson, Rhys Ifans und Hit-Regisseur Quentin Tarantino als Überraschungsgast entzünden ein funkelndes Feuerwerk an Wortwitz und Situationskomik. Bogdanovich feiert mit dem Film sehr elegant den Stil der von schnellen Dialogen und gepfefferter Erotik geprägten Hollywood Screwball Comedies der 1930er/40er Jahre.

  • Broadway Therapy, USA 2014, 93 Min.
  • FSK: ab 0
  • Regie: Peter Bogdanovich
  • Darsteller: Imogen Poots, Jennifer Aniston, Owen Wilson, Rhys Ifans u.a.

 

„Vacation – Wir sind die Griswolds“: Ein Roadtrip mit derbem Humor

Ein nerviger Bruder, ein pubertierender Teenager, eine frustrierte Ehefrau und ein übereifriger Chaos-Dad fahren mit dem Auto von Chicago ins 3000 Kilometer entfernte Kalifornien. Der einzige Mietwagen, der noch zu haben ist: Ein blauer Minivan aus Albanien. Die Karre ist längst nicht das Schrägste an der Komödie „Vacation – Wir sind die Griswolds“. Papa Rusty (Ed Helms), Mom Debbie (Christina Applegate), der rotzfreche kleine Kevin und Softie-Teenager James – stolpern von einem Fettnäpfchen ins nächste. „Vacation“ ist keine harmlose Familien-Komödie, sondern ein recht derbes Abenteuer, das auch unter die Gürtellinie geht.

Das neue Werk mit dem herrlich-trotteligen Ed Helms als nun erwachsener Rusty Griswold auf einem Nostalgie-Trip animiert mit derben Späßen, peinlichen Missgeschicken und schmerzhaften Pannen zum Lachen. Vorausgesetzt man steht auf witzige Geschmacklosigkeiten. Die gibt es reichlich: Etwa, wenn sich die Griswolds in einer „heißen Naturquelle“ entspannen, die sich als Abwassergrube entpuppt. Wenn die biedere Debbie an ihrem trinkfreudigen College wie zu alten Studentenzeiten über die Stränge schlägt oder wenn die Eheleute ihr müdes Sexleben ausgerechnet in freier Natur aufpeppen wollen.

Das Regiedebüt der Komödien-Autoren Jonathan Goldstein und John Francis Daley knüpft an den Original-Spaß „Die schrillen Vier auf Achse“ aus den 1980er Jahren an. Damals spielte Chevy Chase den Chaos-Dad, der seine Familie in einen 2.000 Kilometer entfernten Vergnügungspark chauffiert. Verglichen mit dem jetzigen Kinofilm war der Streifen aus den 1980er Jahren aber recht harmlos.

  • Vacation – Wir sind die Griswolds, USA 2015, 99 Min.
  • FSK: o.A.
  • Regisseur: John Francis Daley und Jonathan Goldstein
  • Darsteller: Ed Helms, Christina Applegate, Chris Hemsworth, Chevy Chase, Beverly D’Angelo

 

„Die Yes Men – Jetzt wird’s persönlich“: Dokufilm über Aktivisten

Die Kommunikationsguerilla-Gruppe „The Yes Men“ wurde mit einer gefälschten Webseite der Welthandelsorganisation (WTO) bekannt. Bei einer anderen Performance präsentierten die Aktivisten, die sich gern als Politik- oder Wirtschaftsvertreter ausgeben, eine absurde Kampagne des Ölriesen Shell über geplante Bohrungen des Konzerns in der Arktis.

Seit 15 Jahren bereits provozieren Mike Bonanno und Andy Bichlbaum (es handelt sich dabei um Pseudonyme) als „The Yes Men“, um etwa die Nachteile der Globalisierung anzuprangern. Die Doku, in der es auch um den Klimawandel geht, ist Teil einer Trilogie – nach „The Yes Men“ und „The Yes Men Fix The World“.

  • Die Yes Men – Jetzt wird’s persönlich, USA/Frankreich/Dänemark/Niederlande/Deutschland 2014, 91 Min
  • FSK: ab 0
  • Regisseur: Laura Nix
  • Darsteller: Andy Bichlbaum, Mike Bonanno

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