Leben Diese Filme sind neu in den Kinos

Rupert Friend im Actionfilm  Hitman: Agent 47.

Rupert Friend im Actionfilm Hitman: Agent 47.© 20th century fox

Lust auf spektakuläre Kampfszenen? Dann ist Hitman: Agent 47" das Richtige für Sie. Wer lieber ein hochkarätig besetztes Musikdrama sehen will, entscheidet sich für "Der Chor". Unsere Filmtipps der Woche.

„Der Chor – Stimmen des Herzens“: Dustin Hoffman dirigiert

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Nach dem Unfalltod seiner alleinerziehenden Mutter muss sich der hochtalentierte, aber rebellische Sänger Stet (Garrett Wareing) allein auf einem Elite-Musikinternat zurechtfinden. Der strenge Chorleiter Carvelle (Dustin Hoffman) entdeckt erst ganz allmählich die überragende Stimme des Zwölfjährigen, der sich im besten Knabenchor der USA durchsetzen muss.

Der kanadische Film- und Opernregisseur François Girard („Die rote Violine“) hat ein hochkarätig besetztes Musikdrama inszeniert: Einen besonderen Reiz bezieht der Film aus den wunderbaren vielstimmigen Chorgesängen, die im Finale in einer gefeierten Aufführung einer Händel-Messe gipfeln.  Am Ende geht es aber weniger um schöne Stimmen als um den Kampf eines Teenagers um Liebe und Anerkennung. Newcomer Garrett Wareing gibt eine starke Vorstellung ab, der zweifache Oscarpreisträger Dustin Hoffman darf als Chorleiter hinter seiner unerbittlichen Fassade allmählich den sensiblen Künstler zeigen.

  • Der Chor – Stimmen des Herzens, USA 2014, 103 Min
  • FSK: o.A.
  • Regie: François Girard
  • Darsteller: Dustin Hoffman, Kathy Bates, Debra Winger

 
„Hitman: Agent 47“: Neuer Actionfilm zum gleichnamigen Computerspiel

Zum Töten abgerichtet, die Gefühle ausgeschaltet: Diese Eigenschaften haben Gentechniker in einem geheimen Forschungsprogramm den von ihnen geschaffenen, durchnummerierten Auftragsmördern gegeben. Das Programm wurde zwar längst beendet. Aber einen der Elitekiller, Agent 47, schicken seine Auftraggeber nun auf eine neue Mission. Zwei „Ziele“ muss er vernichten, innerhalb von 48 Stunden. So soll er verhindern, dass der Megakonzern eines machtgierigen Unternehmers das Programm wieder aufnimmt. Denn Konzernchef LeClerq will eine ganze Killer-Armee erschaffen. Dann lernt Agent 47 eine junge Frau kennen: Katia. Die weiß mehr über das Programm, als sie selber ahnt. Die beiden tun sich zusammen, um das Böse zu bekämpfen – doch ihre Feinde sind skrupellos.

Zentrale Zutaten des Films sind, wie zu erwarten, die spektakulären Kampfszenen und die zum Teil äußerst brutalen Gemetzel. Will man den Film kritisch betrachten, ist er zweifelsohne gewaltverherrlichend. Fans des Genres hingegen werden wohl die kleinen, ironischen Momente zu schätzen wissen: Etwa wenn Rupert Friend sich in seinem adretten, schwarzen Anzug nach einer heftigen Schießerei eher unbeeindruckt die nur leicht blutbefleckte, reinweiße Manschette zurechtrückt. Darin verbirgt sich die eigentliche, altbekannte Philosophie des Films: Ein Killer sollte immer schön cool bleiben, egal, wie krass die Gewalt wird.

  • Hitman: Agent 47, USA 2015, 98 Min.
  • FSK: ab 16 Jahren
  • Regie: Aleksander Bach
  • Darsteller: Rupert Friend, Hannah Ware, Thomas Kretschmann

 
„Das Märchen der Märchen“ mit Salma Hayek und Vincent Cassel

Sein Mafiafilm „Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra“ bedeutete für den Italiener Matteo Garrone 2008 den internationalen Durchbruch. Nun folgt „Das Märchen der Märchen“, ein verspielter Episodenreigen mit Starbesetzung: Da ist etwa die Königin (Salma Hayek), die für ihren Kinderwunsch sogar das Leben ihres Mannes (John C. Reilly) riskiert und ihn in einem Kampf mit einem See-Ungeheuer schickt. In einer anderen Geschichte gibt Vincent Cassel einen (anderen) König, der dem Reiz einer verzauberten Schönheit erliegt.

Garrone inszeniert seinen ersten auf Englisch gedrehten Film als eine Mischung aus Märchen und Satire mit Bezügen zur Gegenwart, die durch ihre fein durchkomponierten Szenen besticht. Als eigenwilliges, teils düsteres Märchen kann das Werk so zwar in Erinnerung bleiben, auch gerade wegen der üppigen und ausladenden Austattung. Einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt „Il racconto dei racconti“, so der Originaltitel, aber trotzdem nicht. Dafür bleiben die Figuren zu blass, und auch ihre Schicksale können überwiegend nicht wirklich berühren.

  • Das Märchen der Märchen, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015, 134 Min.
  • FSK: ab 12 Jahren
  • Regie: Matteo Garrone
  • Darsteller: Salma Hayek, Vincent Cassel, John C. Reilly

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