Leben Gewählt wider Willen

Heico Fuhrmann (55, FDP)

© FDP

Heico Fuhrmann ließ sich bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg für die FDP aufstellen – im festen Glauben ohnehin nicht gewählt zu werden. Jetzt ist es passiert. Und der Unternehmer hat ein Problem: Er hat gar keine Zeit für den Job.

Heico Fuhrmann hat eine Firma, die Unternehmen in Sachen Beleuchtung berät. Nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg ging ihm selbst ein Licht auf: Mist, ich wurde gewählt!

Damit hatte der FDP-Politiker nicht gerechnet. Schließlich galten die Liberalen zuletzt als sichere Bank – wenn es darum ging, nicht gewählt zu werden. „Ich dachte: Wer wird mich denn jemals wählen?!“, sagte der Unternehmer im Gespräch mit der Hamburger Morgenpost. Als er den Wahlschein der Landesliste gesehen habe, sei ihm aber schon mulmig geworden: Listenplatz 31, das bedeutete, das Fuhrmann auf der zweiten Seite ganz oben stand. „Ich wusste ja, dass die Leute dazu neigen, oben ihre Kreuze zu machen“, so Fuhrmann zu der Zeitung.

„Das wird mit einfach zu viel“

Am Ende schaffte die FDP, anders als zuletzt in einigen anderen Bundesländern, klar den Sprung über die 5-Prozent-Hürde – und auch Fuhrmann gewann: Trotz des schlechten Listenplatzes bekam er ein Mandat. Die hohe Zahl an Personenstimmen gab den Ausschlag. Offenbar ein Schock für den Unternehmer.

„Ich habe lange mit mir gerungen, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass mir das einfach zu viel wird“, sagte Fuhrmann der Mopo. Schließ sei er nur angetreten, damit die Partei die 60 Listenplätze voll bekommt. Für ihn rückt nun der 26-jährige Daniel Oetzel nach.

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