Golfen in Portugal Fünf Tage und fünf Plätze – ein Golf-Trip im Herzen Portugals

Abschlag mit Blick auf den Atlantik im Golfresort Oitavos Dunes - verantwortlich für das Design der Anlage war der amerikanische Architekt Arthur Hills.

Abschlag mit Blick auf den Atlantik im Golfresort Oitavos Dunes - verantwortlich für das Design der Anlage war der amerikanische Architekt Arthur Hills.© dpa

Dünen, Sand, Pinien und daneben der Atlantik: Die Golfplätze im Herzen Portugals haben viel zu bieten - perfekt für einen sportlichen Frühlingstrip mit kulturellen Abstechern.

Wer eine Firma führt, arbeitet oft viel und lang. Umso wichtiger ist es, sich neben dem Job auch noch Zeit für seine Hobbys zu nehmen. Golfen ist ein beliebter Sport für viele Unternehmer. Doch haben Sie schon einmal an einen Golf-Trip durch Portugal gedacht?

Ihr Golf-Abenteuer beginnt an der Silberküste durch die Regionen Centro de Portugal und Cascais. Vom Flughafen in Lissabon geht es mit dem Mietwagen nach Nordwesten an die Atlantikküste. Über die Autobahn A8 erreicht man in einer Stunde das erste Ziel dieser fünftägigen Reise nahe der Stadt Peniche:

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1. Tag: Praia D’El Rey

Der Platz direkt an der Küste ist die perfekte Mischung aus anspruchsvollem Links-Kurs mitten in den Dünen und wunderschönem Parkland-Design mit unzähligen Pinien. Der noch relativ junge 18-Lochplatz wurde 1997 eröffnet und zählt trotzdem schon zu den Top-Plätzen in Europa. Vor allem die Spielbahnen 13 bis 15, die direkt am Atlantik entlang verlaufen, sind Golf-Genuss pur. Der Kurs ist eine echte Herausforderung – vor allem bei starkem Wind. Auf den pfeilschnellen Grüns ist ein extrem gutes Ballgefühl gefragt.

Greenfee: 75 bis 125 Euro (18 Löcher)
Signature-Hole: 13. Spielbahn. Ein nur 256 Meter kurzes Par 4 direkt an den Klippen. Links der tosende Atlantik, rechts die Dünen und in der Mitte das grüne Fairway. Ist der letzte Putt eingelocht, bietet das zum Resort gehörende „Marriott“-Hotel nach der Runde alles, was der Golfer zum Entspannen braucht: großzügige Spa-Anlagen und exquisite Restaurants. Wer dann immer noch hungrig auf sportliche Abenteuer ist, der kann sich mit einem Surfbrett zum Wellenreiten in den Atlantik stürzen. Die Buchten um Peniche sind Hotspots für Surfer aus aller Welt.

2. Tag: Royal Óbidos

Nur ein paar Kilometer landeinwärts vom Praia D’El Rey liegt das nächste Ziel: Das „Royal Óbidos Spa & Golf Resort“. Im Royal Óbidos beginnt der Spaß schon beim Einschlagen.

Von der hochgelegenen Drivingrange überblickt man einen Großteil des Golfplatzes und hat zusätzlich noch Aussicht auf den nahen Atlantik. Der Designer des 18-Loch-Kurses ist Spaniens Golf-Legende Severiano Ballesteros. Der fünfmalige Majorsieger und europäische Ryder-Cup-Held hat ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Layout in die hügelige Landschaft gezaubert. 2012 – ein Jahr nach Ballesteros Tod – wurde der Kurs eingeweiht. Der Royal Óbidos gehört mittlerweile zu den Top-100-Plätzen in Europa.

Greenfee: 50 bis 100 Euro (18 Löcher)
Signature-Hole: 3. Spielbahn. Das nur 144 Meter lange Par 3 erfordert viel Mut – gerade bei Wind. Von dem erhöhten Abschlag muss die Fahne gut anvisiert werden, um das von einem See umgebene Inselgrün mit dem ersten Schlag zu treffen.

Von zwölf Spielbahnen aus hat man eine vortreffliche Aussicht auf das Meer, an den anderen sechs Löchern schweift der Blick über die Lagune von Óbidos. Ein Golfcart sollte vorab gebucht werden, denn die Höhenunterschiede auf dem Platz sind enorm. Nach der Runde wird man auf der Terrasse des stilvollen Clubhauses mit einem Sonnenuntergang über dem Atlantik belohnt. Wer auch die Nacht hier verbringen möchte und das nötige Geld hat, kann sich im luxuriösen „Evolutee“ einmieten. Das moderne Fünf-Sterne-Hotel wurde nach den Plänen des französischen Star-Designers Philippe Starck erschaffen.

Kultur-Abstecher nach Óbidos
Ein Abstecher ins nahe gelegene Óbidos rundet den Golf-Tag ab. Das mittelalterliche Städtchen ist wegen seiner malerischen Altstadt berühmt, die komplett von einer immer noch begehbaren Stadtmauer eingeschlossen ist. Innerhalb dieser bilden die engen und mit Blumen geschmückten Gassen mit ihren weißen Häuschen ein kleines Labyrinth. Wer hier durch die belebten Straßen unterhalb der großen Burg schlendert, sollte einen leckeren Ginja – einen typisch portugiesischen Kirschlikör – probieren.

Ein Golfplatz inmitten von Weinbergen: Weil der Platz Dolce CampoReal Lisboa ziemlich hügelig ist, sollten Spieler hier einen Buggy nutzen.

Ein Golfplatz inmitten von Weinbergen: Weil der Platz Dolce CampoReal Lisboa ziemlich hügelig ist, sollten Spieler hier einen Buggy nutzen.© dpa

3. Tag: Dolce CampoReal Lisboa

Nach dem Kulturgenuss geht die Reise wieder in Richtung Lissabon. Nach 30 Minuten Fahrt auf der A8 liegt auf halber Strecke der nächste Stopp inmitten idyllischer Weinberge.

Bereits der Blick von der Terrasse des Clubhauses auf den Golfplatz in den Weinbergen macht einem gleich klar: Ohne Buggy geht hier nichts. Der sehr hügelige 18-Loch-Kurs ist recht kurz, hat aber große Höhenunterschiede. Anders als bei den ersten beiden Plätzen, wo die breiten Fairways auch mal den einen oder anderen Fehlschlag verziehen haben, sind im Dolce CampoReal Genauigkeit und Raffinesse angesagt. Der Driver sollte an den meisten Abschlägen wegen der engen Spielbahnen lieber im Bag bleiben und der Ball mit einem Eisen sicher ins Spiel gebracht werden.

Greenfee: ca. 90 Euro (18 Löcher)
Signature-Hole: 5. Spielbahn. Bei dem nur 417 Meter kurzen Par 5 muss der Abschlag passen. Vom höchsten Punkt der Anlage geht es steil bergab ins Tal. Wird das Fairway mit dem ersten Schlag verfehlt, sind Schwierigkeiten unvermeidbar.

Nach dem erfolgreichem Spiel auf dem kräftezehrenden Berg- und Talkurs lädt der große Spa-Bereich des Resorts zum Entspannen und Regenerieren ein. Kulinarische Köstlichkeiten zur Stärkung werden im Restaurant „Grand Escolha“ serviert. Die zum Menü passenden Weine wachsen praktisch direkt neben den Fairways.

4. Tag: Quinta Da Marinha

Von den Weinbergen sind es knapp 70 Kilometer bis zum nächsten Ziel, dem Golf-Resort Quinta Da Marinha nahe der Küstenstadt Cascais.

Auf der 18-Loch-Anlage Quinta Da Marinha fallen einem die sehr gepflegten Fairways und Grüns auf. Der inmitten eines Pinienhains gelegene Kurs ist ein klassischer Ressort-Platz: flach, breit und sportlich nicht allzu schwierig. Vor allem viele Golfgruppen aus Skandinavien und England trainieren hier ihr Spiel.

Greenfee: 75 bis 150 Euro (18 Löcher)
Signature-Hole: 18. Spielbahn. Das 475 Meter lange Schlussloch wird gleich von zwei Seen flankiert. Da muss jeder Schlag wohlüberlegt sein, um das Par 5 ohne Strafschlag zu überstehen. Zur Anlage gehört ein Fünf-Sterne-Hotel mit vielen Annehmlichkeiten.

Kultur-Abstecher nach Sintra
Ein unbedingtes Muss ist der Abstecher nach Sintra – die Stadt der Paläste. Jahrhundertealte Königsschlösser und Parkanlagen locken zu jeder Jahreszeit tausende Touristen ins Sintra-Gebirge. Wegen des milden Klimas verbrachten viele portugiesische Könige hier den Sommer. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist der Palácio Nacional da Pena auf dem Gipfel des Höhenzuges. Die Kulturlandschaft Sintra zählt seit 1995 zum Unesco-Weltkulturerbe.

5. Tag: Oitavos Dunes

Nur zwei Straßenzüge vom Quinta Da Marinha entfernt, liegt mit dem Oitavos Dunes ein weiterer Traumplatz.

Dünen, Sand, Pinien, Atlantik und dazu noch spektakuläre Spielbahnen: Oitavos Dunes zählt zu den absoluten Topplätzen in Portugal und Europa. Der amerikanische Architekt Arthur Hills hat in der Nähe von Cascais ein wahres Meisterwerk erschaffen. Der Golfplatz wurde den natürlichen Gegebenheiten der Landschaft angepasst. Dadurch hat der Kurs die Aura eines rauen schottischen Links-Platzes mit mediterranem Flair. Diesen Platz sollte man unbedingt zu Fuß ablaufen, denn jeder Meter auf den Fairways und Grüns ist Vergnügen pur.

Greenfee: 75 bis 150 Euro (18 Löcher)

Signature-Hole: 14. Spielbahn. Bei dem 135 Meter kurzen Par 3 in den Dünen muss der Ball über eine tiefe Schlucht auf das kleine Grün geschlagen werden. Ebenfalls eine architektonische Augenweide ist das mitten auf dem Platz gelegene „The Oitavos“. Modern und schlicht ist das fast gläserne Fünf-Sterne-Hotel, es passt zum Platz und der Natur. Von der Terrasse geht der Blick wieder Richtung Meer.

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