Filmstarts des Woche Hätten Sie Johnny Depp in diesem Film erkannt?

Kaum zu erkennen: Johnny Depp als Whitey Bulger in  "Black Mass".

Kaum zu erkennen: Johnny Depp als Whitey Bulger in "Black Mass".© Warner Bros.

Fans von Robert Redford reservieren Karten für "Picknick mit Bären", wer Johnny Depp schätzt, sollte "Black Mass" nicht verpassen. Unsere Kino-Highlights der Woche.

„Black Mass“: Johnny Depps Comeback als Charakterdarsteller

Johnny Depp in Hochform: Als Gangster James „Whitey“ Bulger dominiert der Superstar den düsteren Thriller „Black Mass“ von Erfolgsregisseur Scott Cooper („Crazy Heart“). Der auf einem Tatsachenroman basierende Film führt in das Boston der 1970er Jahre: Bulger hilft dem FBI im Kampf gegen die Mafia. Doch er handelt nicht aus Edelmut.

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Er will durch den Erwerb von Insider-Infos die eigene Macht festigen. Ganz klar: Die unheilige Allianz von Gesetzeshütern und Gangster muss in eine Katastrophe führen. Johnny Depp überrascht mit einer Maske, die ihn fast bis zur Unkenntlichkeit verändert – und mit einer differenzierten Charakterstudie.

  • Black Mass USA 2016, 122 Min.
  • FSK ab 16 Jahren
  • Regie: Scott Cooper
  • u.a. mit Johnny Depp, Joel Edgerton, Benedict Cumberbatch

„Picknick mit Bären“: Robert Redford geht auf Wanderung


Der amerikanische Reiseschriftsteller Bill Bryson hat es vorgemacht. Er wagte sich auf den über 3300 Kilometer langen Appalachian Trail im Osten der USA, seine Wandererlebnisse hielt er in dem Buch „Picknick mit Bären“ fest.

Robert Redford und Nick Nolte machen es ihm in der gleichnamigen Buddy-Komödie nach. Die entfremdeten Jugendfreunde sind ein ungleiches Gespann. Aber wie sich Redford und Nolte für oberflächlichen Klamauk einspannen lassen, ist irgendwie peinlich. Nur wenige Momente gehen tiefer, etwa wenn sie auf dem Marsch über Trunksucht und eheliche Treue sinnieren.

  • Picknick mit Bären, USA 2015, 98 Min.
  • FSK ab 0
  • Regie: Ken Kwapis
  • u.a. mit Robert Redford, Nick Nolte, Emma Thompson

„Mediterranea“: Wenn Flüchtlingsträume zerplatzen

Egal ob über Land oder übers Meer – Europa ist derzeit das Sehnsuchtsziel tausender Flüchtlinge. Der US-Amerikaner italienischer Abstammung Jonas Carpignano hat dazu einen Film gedreht. In „Mediterranea“ erzählt er die Geschichte von Ayiva aus Burkina Faso, der mit seinem besten Freund aufbricht, um Armut und Perspektivlosigkeit zu entkommen. Doch als die Männer nach einer gefährlichen Fahrt übers Meer in Italien ankommen, geht der eigentliche Kampf ums Überleben und um ein menschenwürdiges Leben erst richtig los.

Carpignano drehte sein Langfilmdebüt mit Laienschauspielern, die ein ähnliches Schicksal wie die Filmfiguren haben. Den Hauptdarsteller Koudous Seihon hatte er kennengelernt, als er im italienischen Rosarno einen Kurzfilm über die Unruhen gedreht hatte, die 2010 dort ausgebrochen waren. Trotz aller bitterer Erfahrungen der Figuren ist „Mediterranea“ nicht nur deprimierend, sondern hat auch fröhliche Momente.

  • Mediterranea, Frankreich/Italien/USA 2015, 110 Min.
  • FSK ab 12 Jahren
  • Regie: Jonas Carpignano
  • u.a. mit Koudous Seihon, Alassane Sy und Vincenzina Siciliano

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