Der Kaffee und die innere Uhr So bringt Kaffee unsere innere Uhr durcheinander

Trinken Sie auch gerne eine Tasse Kaffee zum Frühstück? Das könnte Ihre innere Uhr durcheinander bringen.

Trinken Sie auch gerne eine Tasse Kaffee zum Frühstück? Das könnte Ihre innere Uhr durcheinander bringen.© S Hagebusch/Fotolia

Ein Kaffee am Morgen macht munter und wach. Doch die Wirkung von Kaffee geht offenbar viel weiter als bisher gedacht: Schon eine Tasse kann unsere innere Uhr durcheinanderbringen, legt eine Studie nahe.

Sind Sie heute morgen schlecht aus dem Bett gekommen? Vielleicht war daran der Espresso nach dem Abendessen schuld. Denn wie das Wissenschaftsmagazin scinexx berichtet, hat Kaffee einen größeren Einfluss auf den menschlichen Körper als bisher angenommen. Forscher der University of Colorado Boulder haben herausgefunden, dass Kaffee nicht nur wach macht, sondern sogar unsere gesamte innere Uhr verschiebt.

Ein Kaffee zu später Stunde könnte also bei vielen Menschen der Auslöser für Schlafstörungen sein. Grund dafür: Die Produktion des Hormons Melatonin wird verzögert. Melatonin steuert das Schlaf-Wach-Verhalten des Menschen und wird vor allem bei Dunkelheit produziert.

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Die Studie:

Für die Studie schickten die Forscher fünf Probanden 49 Tage lang in ein chronobiologisches Schlaflabor. Die Teilnehmer hatten in den vergangenen Wochen versucht, einen möglichst normalen Tagesablauf beizubehalten und auf Koffein verzichtet.

Am Abend wurde den Teilnehmern Koffein-Tabletten oder Placebos verabreicht. Die Koffein-Dosis in den Tabletten entsprach ungefähr der Menge von zwei bis drei Tassen Kaffee oder einem doppelten Espresso. Einige der Probanden verbrachten die Zeit vor dem Schlafen in Dämmerlicht, die anderen in sehr hellem Licht von etwa 3.000 Lux. Alle 30 bis 60 Minuten wurde der Gehalt des Schlafhormons Melatonins im Speichel der Probanden gemessen.

Das Ergebnis:

Die Probanden, die Koffein-Tabletten bekamen, schliefen durchschnittlich 40 Minuten später als die Placebo-Empfänger. Sie wachten am nächsten Tag ebenfalls später auf. Ihr gesamter Biorhythmus hatte sich verschoben. Auch die Speichelproben bestätigten den Effekt: Bei der Koffeingruppe stieg der Melatoninspiegel deutlich später an als bei der Placebogruppe.

Bei hellem Licht war die Wirkung sogar noch deutlicher. Die Probanden schliefen durchschnittlich 80 Minuten später ein – mit hellem Licht und Koffein sogar 105 Minuten später.

Wenn Sie Probleme mit dem Einschlafen haben, sollten Sie also besser Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke am Abend weglassen. Falls das nicht nicht bringt, wie wäre es mit ein paar coolen Gadgets für einen besseren Schlaf.

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