Filmstarts der Woche Rocky Balboa ist zurück auf der Leinwand

In "Creed - Rocky's Legacy" gibt Rocky Balboa seine Erfahrung an das junge Boxtalent Adonis Johnson weiter.

In "Creed - Rocky's Legacy" gibt Rocky Balboa seine Erfahrung an das junge Boxtalent Adonis Johnson weiter. © picture alliance / ZUMAPRESS.com

Lust auf Kino? Da gibt es diese Woche einiges zu sehen: Sylvester Stallone gibt noch einmal seine Paraderolle Rocky, vier Männer sehen die Finanzkrise vor allen anderen kommen und eine Frau zieht in eine Männer-WG.

Legendäre Box-Reihe: „Creed – Rocky’s Legacy“ mit Sylvester Stallone

Fans der „Rocky“-Filme mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle dürfen sich über einen Ableger der Reihe freuen. Erneut schlüpft Stallone („The Expendables“) nun in die Rolle des Rocky Balboa – er war in allen bisherigen sechs Filmen der Serie zu sehen, die 1976 startete. Diesmal tritt Balboa als Trainer an, der sich um den jungen Adonis Johnson kümmert, Sohn des Apollo Creed, ein ehemaliger Boxgegner von Rocky Balboa.

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Zunächst aber weigert sich Rocky, das junge Talent unter seine Fittiche zu nehmen: Mit Kampfsport hat der Boxveteran abgeschlossen. Zwischen Rocky aber, dessen eigener Filius weit entfernt lebt, und Adonis entwickelt sich so etwas wie eine Vater-Sohn-Beziehung. Schließlich wird Rocky doch zu seinem Trainer. Einer steilen Karriere Adonis Johnsons scheint nun nichts mehr im Weg zu stehen, da wird Rocky krank.

Es ist erstaunlich, mit welch großer Selbstverständlichkeit ein so junger Regisseur wie Coogler mit einer von so vielen verehrten Reihe wie „Rocky“ umgeht. Ein stets zwar respektvoller, aber doch auch erfrischender Umgang mit einer in die Jahre gekommenen Legende. Statt Bill Contis teils melancholischer Musik von 1976 etwa gibt es diesmal viel Rap zu hören; überhaupt ist „Creed“ recht stark in der afroamerikanischen Kultur verwurzelt, auch der Regisseur selbst ist Afroamerikaner.

  • Creed – Rocky’s Legacy, USA 2015, 133 Min.
  • FSK: ab 12
  • Regie: Ryan Coogler
  • Darsteller: Michael B. Jordan, Sylvester Stallone, Tessa Thompson

„The Big Short“: Hochkarätig besetzter Finanzthriller

Schon lange vor dem großen Crash 2008 ahnten ein paar schräge, lange belächelte Außenseiter, dass der amerikanische Immobilienmarkt auf faulen Krediten aufgebaut ist. Ihre Geschichten erzählt der hochkarätig besetzte Finanzthriller „The Big Short“, basierend auf dem Bestseller von Michael Lewis („Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“).

Vier Männer gegen das Establishment: Christian Bale spielt einen autistischen Hedgefonds-Manager mit Glasauge, Brad Pitt ist mit Zauselbart als ökobewegter Ex-Börsenprofi zu sehen, Ryan Gosling hat den Part eines aalglatten Zockers übernommen, und Steve Carell zweifelt als Wall-Street-Profi an seinem eigenem Metier. Auf weiblicher Seite sind in kleinen Rollen Marisa Tomei und Selena Gomez mit dabei.

Etwas zu oft zappt der rasant geschnittene Film zwischen den einzelnen Protagonisten, deren Geschichten nicht verbunden sind, hin und her. Figuren sprechen in die Kamera, komplizierte Finanzprodukte werden am Pokertisch in Las Vegas erklärt. Bloß keine Langeweile aufkommen lassen, scheint die Devise zu sein. Etwas mehr Konzentration auf etwas weniger Figuren und deren Hintergrund hätten „The Big Short“ sicher gut getan. Eines ist allerdings auch klar: Dem realen Börsenwahnsinn, der 2008 in den Crash führte, wird man mit keinem Drehbuch wirklich gerecht.

  • The Big Short, USA 2015, 130 Min.
  • FSK: o.A.
  • Regie: Adam McKay
  • Darsteller: Christian Bale, Brad Pitt, Ryan Gosling, Steve Carell

„Gut zu Vögeln“ – Die Lebenskrisen einer 30-Jährigen

Society-Reporterin Merlin (Anja Knauer) wird von ihrem Verlobten kurz vor der Hochzeit sitzengelassen. Neben Herzschmerz bedeutet das für sie den Umzug in eine Männer-WG. Einer ihrer Mitbewohner ist Jacob (Max von Thun), der sich an keine Frau länger bindet als für eine Nacht.

Irgendwann verliebt er sich aber in Merlin, die er doch eigentlich schon als Kind unerträglich spießig fand. Die Komödie gipfelt in einer Schlager-Party in Palma de Mallorca, bei der die Männerclique von Jacob in den alten „Gut zu Vögeln“-T-Shirts aufläuft.

So schlimm wie der Titel wird es nicht, der Film selbst gerät lustiger als der T-Shirt-Spruch.

  • Gut zu Vögeln, Deutschland 2015, 90 Min.
  • FSK: o.A.
  • Regie: Mira Thiel
  • Darsteller: Anja Knauer, Max von Thun, Max Giermann, Oliver Kalkofe

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