Filmstarts der Woche Kindheit, Ehe, Familie – vor Weihnachten menschelt’s im Kino

In "By the Sea" gab Angelina Jolie ihrem Ehemann Brad Pitt das erste Mal Regieanweisungen.

In "By the Sea" gab Angelina Jolie ihrem Ehemann Brad Pitt das erste Mal Regieanweisungen.© picture alliance / ZUMAPRESS.com

Ein Ehedrama aus dem Hause Pitt/Jolie, „Der kleine Prinz“ als Animationsfilm und ein Thriller mit Charlize Theron: Diese Filme starten diese Woche in den Kinos.

„By the Sea“ – Angelina Jolie dreht Ehedrama mit ihrem Mann Brad Pitt

Brad Pitt und Angelina Jolie melden sich zehn Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Auftritt in der Action-Komödie „Mr. & Mrs. Smith“ als Co-Stars zurück. In dem Ehedrama „By the Sea“ gibt Jolie, inzwischen mit Pitt verheiratet, auch die Regieanweisungen. In ihrem dritten Regie-Werk erzählt sie die Geschichte eines amerikanischen Schriftstellers (Pitt) und seiner schönen, depressiven Frau (Jolie) vor einer malerischen Kulisse in einem französischen Badeort der 1970er Jahre. Die Ehe ist angespannt, er trinkt, sie nimmt Tabletten. Die Bekanntschaft mit ihren Hotelnachbarn, einem frisch verheirateten jungen Paar, bringt Sehnsüchte und Konflikte hervor.

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„By the Sea“ geht weit über das harmlose Liebesgeplänkel von „Mr. & Mrs. Smith“ hinaus. Dem Kameramann ist es bestens gelungen, die harschen Szenen einer Ehe vor der romantischen Strandkulisse einzufangen. So richtig in Fahrt kommt der Film aber erst, als das Ehepaar nicht mehr nur die Blicke auf sich zieht, sondern selbst zum Voyeur wird.

  • By the Sea, USA 2015, 132 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: Angelina Jolie
  • Darsteller: Angelina Jolie, Brad Pitt, Mélanie Laurent

„Der kleine Prinz“ als kunstvoller Animationsfilm im Kino

„Der kleine Prinz“ bewegt seit mehr als 70 Jahren Menschen in aller Welt. Das Büchlein des französischen Piloten Antoine de Saint-Exupéry über Freundschaft, Menschlichkeit und Fantasie wurde weltweit mehr als 145 Millionen Mal verkauft. Der Prinz verlässt darin seinen Asteroiden und besucht die Planeten ringsum.

Nun kommt das auch als TV-Serie mehrfach verfilmte Buch ins Kino, von US-Regisseur Mark Osborne („Kung Fu Panda“) eingebettet in eine Rahmenhandlung: Ein Mädchen freundet sich mit einem alten Mann an. Der Hobbypilot erzählt dem Kind, wie er den kleinen Prinzen getroffen hat. Gemeinsam tauchen sie in die Geschichten ein und erleben aufregende Abenteuer, animiert in 3D-Optik. Dazwischen gibt es Sequenzen mit kunstvollen Papierfiguren, die mit Stop-Motion-Technik in Szene gesetzt wurden.

  • Der kleine Prinz, Frankreich 2015, 105 Min.
  • FSK ab 0
  • Regie: Mark Osborne
  • Synchronstimmen: Til Schweiger, Matthias Schweighöfer

US-Thriller „Dark Places“ zeigt den Kampf gegen ein Kindheitstrauma

Das Trauma ihrer Kindheit wird sie nicht los. Acht Jahre alt war Libby Day, als ihre Familie vor ihren Augen grausam ermordet wurde – seither ist ihre Erinnerung daran und letztlich ihr ganzes Leben überlagert von dunklen Orten, „Dark Places“, wie der US-Thriller mit Charlize Theron in der Hauptrolle heißt. Knapp 30 Jahre später muss sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen – der Dreifachmord an ihrer Mutter und den beiden Schwestern soll doch noch lückenlos aufgeklärt werden.

Charlize Theron trotzt in „Dark Places“ eher schlecht als recht den Widrigkeiten des Lebens. Der Thriller, verfilmt nach der Buchvorlage von „Gone Girl“-Autorin Gillian Flynn, bietet weder realistische Einblicke in das Leben von Verlierertypen, noch entfaltet es einen Drama-Sog. Die Story bewegt sich fernab von jeder Glaubwürdigkeit, Theron tritt zum Beispiel als Gammlerin in verlotterten Klamotten auf, ist aber perfekt geschminkt wie vor einem Gang über den roten Teppich. Den Loser-Typen nimmt man ihr nicht ab. Es gibt aber immerhin ein paar überraschende Schlenker in der Handlung.

  • Dark Places – Tödliche Erinnerung, USA 2015, 113 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: Gilles Paquet-Brenner
  • Darsteller: Charlize Theron, Nicholas Hoult, Corey Stoll

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