Leben „Knee-Defender“: Kleines Gerät, großer Streit

Ein Gadget, das für Ärger sorgt: Der "Knee Defender"

Ein Gadget, das für Ärger sorgt: Der "Knee Defender"

Auf Linienflügen ist der Platz zwischen den Sitzreihen überschaubar. Spätestens wenn der Vordermann die Rückenlehne zurückstellt, wird es für große Menschen unangenehm. Ein kleines und umstrittenes Plastikgerät verspricht Abhilfe - und entfachte auf einem US-Flug einen folgenreichen Streit.

Im Flugzeug ist die Position der Rückenlehne ein ständiges Ärgernis zwischen Vorder- und Hintermann: Bei aufrechter Lehne ist für den einen nicht an Schlaf zu denken, bei zurückgeklappter Position fehlt dem anderen die Beinfreiheit.

Auf einem United-Airlines-Flug von Newark nach Denver eskalierte nun eben jene Situation. Den Angaben zufolge fixierte ein Passagier den Vordersitz mit einem kleinen Gerät namens „Knee Defender“ (übersetzt „Knie-Beschützer“). Es verhindert, dass der Vordermann seine Rückenlehne zurückstellen kann. Er wolle in Ruhe am Laptop arbeiten, begründete der Mann seine Installation – und weigerte sich, das Gerät zu entfernen. Die Passagierin des Vordersitzes goss daraufhin Wasser über ihn. Die Maschine musste in Chicago einen außerplanmäßigen Stopp einlegen, wo die Streitenden des Flugzeugs verwiesen wurden.

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Für die beiden Fluggäste kann die Zwischenlandung bis zu 25.000 Dollar Strafe kosten. Für die Hersteller des „Knee Defender“ hingegen hat sich der Streit in Sachen kostenloser PR bereits gelohnt: Am Dienstag war die Website kaum mehr zu erreichen. „Knee Defender“ sind umstrittene kleine Plastikklammern, die am Klapptisch befestigen werden und das Zurückklappen des Stuhls verhindern. Das US-Unternehmen wirbt mit dem Slogan „Standing up for the right of the tall guy to sit down“. Sprich: Auch große Menschen mit langen Beinen haben das Recht, bequem zu sitzen. United Airlines hat die Benutzung – wie alle anderen großen US-Fluglinien – allerdings verboten.

ls

1 Kommentar
  • UPr 28. August 2014 16:15

    Da sieht man es mal wieder, wie gut es die Reisenden bei Ryanair haben, da tritt das Problem gar nicht auf!

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