Filmstarts der Woche Lohnt sich „Steve Jobs“?

Michael Fassbender spielt den 2011 verstorbenen Appel-Mitgründer Steve Jobs.

Michael Fassbender spielt den 2011 verstorbenen Appel-Mitgründer Steve Jobs.© picture alliance / dpa

Michael Fassbender brilliert in "Steve Jobs" als besessener Perfektionist, Woody-Allen-Fans kommen mit "Irrational Man" auf ihre Kosten. Außerdem neu im Kino: eine isländisch-dänische Tragikomödie.

Kein typisches Biopic: „Steve Jobs“

Vier Jahre nach dem Tod des Apple-Mitbegründers Steve Jobs kommt „Steve Jobs“ ins Kino. Der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender verwandelt sich unter der Regie von Danny Boyle („Slumdog Millionär“) in den Tech-Visionär. Das Drehbuch stammt von Oscar-Preisträger Aaron Sorkin, der mit dem Skript für „The Social Network“ bereits ein Porträt von Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg lieferte.

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Die Brillanz seines Hauptdarstellers macht Schwächen im Plot des Filmes wett. Fassbender sieht Jobs nicht wirklich ähnlich, verwandelt sich aber völlig in eine vielschichtige Figur: aufbrausend, undiplomatisch, mitunter gemein und arrogant. Ein selbstbewusster, besessener Perfektionist, der seine Vision umsetzt. „Steve Jobs“ fesselt mit einem Feuerwerk an Dialogen und lebt von der Spannung zwischen den Figuren. Mit Kate Winslet, Seth Rogen und Jeff Daniels steht Fassbender ein hochkarätiges Ensemble zur Seite.

 

„Steve Jobs“ lässt vieles aus. Zu viel, werfen einige US-Kritiker dem Film vor. Ehefrau Laurene Powell und ihre drei gemeinsamen Kinder mit Jobs fallen völlig raus, ebenso die zukunftsweisenden Erfindungen, wie iPod, iPhone und iPad. Dennoch ist das Biopic, das keins sein will, spannendes, gut gemachtes Kino. Und es ist bestimmt nicht der letzte Film über Steve Jobs.

  • Steve Jobs, USA 2015, 123 Min.
  • FSK ab 6
  • Regie: Danny Boyle
  • Darsteller: Michael Fassbender, Kate Winslet, Seth Rogen, Jeff Daniels

 

„Irrational Man“: Woody Allens neue Krimi-Komödie

Der ausgebrannte Philosophie-Professor Abe Lucas (Joaquin Phoenix) kommt an ein Provinz-College in New England, wo ihm schnell die Frauenherzen zufliegen. Seine Kollegin Rita Richards (Parker Posey) angelt sich den trinkfreudigen Denker für einen One-Night-Stand, aber das eigentliche Interesse von Abe gilt der attraktiven Studentin Jill (Emma Stone), die sich Hals über Kopf in ihren Lehrer verliebt. Dann verwandelt sich Abe durch einen Zufall vom Weichei zum eiskalten Killer.

Woody Allens neuer Film plätschert als nette Campus-Komödie eine Weile vor sich hin, bis der Krimi-Plot für Spannung und Tempo sorgt. Dabei liegt der Fokus auf der Hauptdarstellerin Emma Stone („The Amazing Spider-Man“), die bereits in Woody Allens letztem Film „Magic In The Moonlight“ mit von der Partie war.

  • Irrational Man, USA 2015, 95 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: Woody Allen
  • Darsteller: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Parker Posey

 

Berührende Tragikomödie „Virgin Mountain“

Der gutmütige Fúsi lebt ziemlich isoliert, erledigt stoisch seine Arbeit und baut in seiner Freizeit Kriegsschauplätze mit Spielzeugsoldaten nach. Dann lernt der füllige Mittvierziger bei einem Tanzkurs die quirlige Sjöfn kennen – und Fúsi merkt, dass er sein Leben endlich neu ordnen muss. Außerdem zieht in einer der Wohnungen nebenan ein neues Mädchen ein, und auch zwischen den beiden so ungleichen Nachbarn entwickelt sich eine herzliche Beziehung.

Der isländische Regisseur Dagur Kári („Ein gutes Herz“, „Noi Albinoi“) erzählt „Virgin Mountain“ als warmherzige Tragikomödie. In der Hauptrolle berührt Gunnar Jónsson, der seine Figur einfühlsam und mit subtilem Humor spielt.

  • Virgin Mountain, Island, Dänemark 2015, 94 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: Dagur Kári
  • Darsteller: Gunnar Jónsson, Ilmur Kristjánsdóttir, Sigurjón Kjartansson

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