Leben Mordsspaß unterm Weihnachtsbaum: Kurz-Krimis zum Fest

Krimis für ein spannendes Weihnachtsfest.

Krimis für ein spannendes Weihnachtsfest.© exclusive-design - Fotolia.com

Weihnachten, das Fest der Liebe? Von wegen: Diese Sammlung von 15 kurzen Kriminalgeschichten zur besinnlichen Jahreszeit verspricht knisternde Spannung.

„Hier kommt der Weihnachtsmann“ – was so verheißend klingt, ist leider eher eine Drohung: Ein Detektiv aus der gleichnamigen Geschichte des amerikanischen Autors Bill Pronzini (Jahrgang 1943) gerät nämlich in Nöte, als er den Bärtigen gibt. Und daran ändert auch sein zugegebenermaßen etwas leidenschaftsloses „Ho ho ho“ nichts. Pronzinis Schmunzel-Story ist eine von 15 klassischen Kurz-Krimis, die der Dumont-Verlag unter dem Titel „Tödliche Weihnachten“ herausgebracht hat.

Das Fest der Liebe wird hier ein wenig auf den Kopf gestellt. Marcia Muller (1944) lässt ihre Heldin eine „Stille Nacht“ der besonderen Art erleben, denn die muss nicht nur Begeisterung für ein grässliches Weihnachtsgeschenk heucheln, sondern auch in den düsteren Vierteln von San Francisco ihren verschollenen Neffen suchen.

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Nicht nur sie erwischt dabei „Ein kalter Hauch“. Den beschert Edward D. Hoch (1930-2008) vor allem seinem Protagonisten Simon Ark in New York, der sich plötzlich mit eiskaltem russischem Weihnachtsflair konfrontiert sieht.

Gift-Efeu und Tannengrün

Mary Higgins Clarks Stoßsäufzer „Einmal Millionär sein“ ist selbstredend kein frommer Wunsch zum Fest, sondern eine rabenschwarze Geschichte der Bestsellerautorin. Clark, die übrigens am Heiligabend ihren 87. Geburtstag feiert, verstrickt ihren Helden in unsägliche Verwicklungen, bevor dieser seinen Lottogewinn einstreichen kann.

Überdies dekoriert sie das Ganze schön böse mit Gift-Efeu statt mit weihnachtlichem Tannengrün. Ganz in weiß präsentiert Howard Engel (1931) hingegen seinen Beitrag zum Weihnachtsfest, wobei der Titel „Schnee“ hier nicht unbedingt ein Synonym für gefrorenes Wasser ist.

Krimi von dem Drehbuchautor Alfred Hitchcocks

Ja, dass Weihnachten für den einen mehr, für den anderen weniger Mordsspaß bedeutet, zeigen auch Autoren wie Aaron Elkins (1935), Peter Lovesey (1936), Dorothy Salisbury (1916-2014) oder Susan Dunlap (1943) und andere in den allesamt sehr unterhaltsamen Geschichten, die schon vor Jahren von Charlotte MacLeod (1922-2005) zusammengestellt wurden.

Die gebürtige Kanadierin steuert auch eine eigene Story zu ihrer Sammlung bei, in der es unter anderem um die Schwierigkeit geht, das richtige Geschenk zu finden.

Dass man es mit dem weihnachtlichen Drum und Dran auch mächtig übertreiben kann, zeigt nicht zuletzt Henry Slesar (1927-2002). Der bekannte russisch-amerikanische Krimi-Autor, der auch ein bevorzugter Drehbuchautor Alfred Hitchcocks war, gibt sich in dieser Anthologie als „Der Mann, der Weihnachten liebte“. Allerdings: Die Bescherung, die ihn erwartet, möge allen Lesern erspart bleiben. Frohes Fest.

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