Leben „Schändung“, „Unbroken“, „Frau Müller muss weg“: Diese Filme starten diese Woche im Kino

Der zweite Teil der berühmten Carl-Mørck-Krimireihe von Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen startet am Donnerstag in den Kinos. Im Bild: Carl Mørck, gespielt von Nikolai Lie Kaas.

Der zweite Teil der berühmten Carl-Mørck-Krimireihe von Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen startet am Donnerstag in den Kinos. Im Bild: Carl Mørck, gespielt von Nikolai Lie Kaas.© NFP Christian Geisnaes

Welche Filme gibt es brandaktuell auf der Leinwand zu sehen? impulse.de zeigt die Kinostars der Woche. Dieses Mal dabei: die Krimi-Verfilmung "Schändung", "Frau Müller muss weg!" mit Anke Engelke und Angelina Jolies Kriegsdrama "Unbroken".

„Schändung“: Zweiter Carl-Mørck-Krimi kommt ins Kino

Der zweite Teil der berühmten Carl-Mørck-Krimireihe von Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen kommt ins Kino. „Schändung“ erzählt eine düstere Geschichte über grausame Teenager, die brutale Erwachsene werden. Mørck (Nikolaj Lie Kaas) und sein Assistent Assad (Fares Fares) rollen einen furchtbaren Mordfall von 1994 wieder auf. Damals wurden zwei Geschwister brutal ermordet. Der Verdacht fiel auf eine Gruppe Schüler aus einem nahe gelegenen Eliteinternat, die für ihre Gewaltorgien bekannt waren. Als ein anderer die Taten gestand, wurde der Fall abgeschlossen – doch Mørck und Assad haben in ihrem Sonderdezernat Q 20 Jahre später große Zweifel an dem Geständnis. Wie schon bei „Erbarmen“, der ersten Verfilmung der Krimi-Reihe, die vor einem Jahr ins Kino kam, führte wieder Mikkel Nørgaard Regie.

  • Schändung, Dänemark 2014, 120 Min.
  • FSK: ab 16 Jahren
  • Regisseur: Mikkel Nørgaard
  • Schauspieler: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Pilou Asbæk u.a.

 


 
Schuld sind immer nur die Lehrer: „Frau Müller muss weg!“

Für viele Eltern von Grundschülern ist das Gymnasium immer noch der Königsweg. Wo der Wechsel an die höhere Schule nur mit entsprechenden Noten möglich ist, wird im letzten Grundschuljahr um gute Leistungen gerungen – gerne auch mit den Lehrern. Was für absurde und erschreckende Folgen dieser Druck haben kann, zeigt der Film „Frau Müller muss weg!“. Die Eltern einer vierten Klasse in Dresden ärgern sich über die schlechten Zensuren ihrer Kinder. Daran ist nur die Lehrerin schuld, finden sie. Entrüstet fordern sie die Pädagogin auf, die Klassenleitung abzugeben. Doch was als Abrechnung mit Frau Müller beginnt, artet immer mehr aus, bis am Ende die Eltern gegenseitig aufeinander losgehen. Regisseur Sönke Wortmann hat das amüsant-groteske Kammerspiel von Lutz Hübner schon einmal inszeniert – 2012 am Berliner Grips-Theater.

  • Frau Müller muss weg, Deutschland 2014, 87 Min.
  • FSK: ab 6 Jahren
  • Regie: Sönke Wortmann
  • Schauspieler: Anke Engelke, Justus von Dohnányi, Ken Duken u.a.

 


 

„Der große Trip – Wild“: Reese Witherspoon auf extremer Tour

Mit einem schweren Rucksack begibt sich Reese Witherspoon in einer ungewöhnlich taffen Rolle auf einen Wandertrip. „Der große Trip – Wild“ nach dem autobiografischen Bestseller der US-Autorin Cheryl Strayed ist nicht nur eine abenteuerliche Reise durch den Westen der USA, sondern auch ein spannender Weg zur Selbstfindung. Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallée („Dallas Buyers Club“) hält den Extremmarsch der kaputten jungen Frau durch Wüsten, Wildnis und über hohe Berge in bewegenden Bildern fest. Nach mehreren Preisnominierungen wird Witherspoon mit ihrer Tour-de-Force auch als Oscar-Kandidatin gehandelt.

  • Der große Trip – Wild, USA 2014, 116 Min.
  • FSK: ab 12 Jahren
  • Regie: Jean-Marc Vallée
  • Schauspieler: Reese Witherspoon, Laura Dern, Thomas Sadoski u.a.

 


 

Gewalt und Vergebung: Angelina Jolies Kriegsdrama „Unbroken“

Hollywoodstar Angelina Jolie hat sich zum zweiten Mal auf den Regiestuhl gesetzt. Mit „Unbroken“ bringt die 39-Jährige die wahre Geschichte von Louis „Louie“ Zamperini (1917 – 2014) auf die Leinwand. Der US-Amerikaner überlebte im Zweiten Weltkrieg den Absturz seines Kampfflugzeugs, harrte 47 Tage auf offener See in einem Schlauchboot aus und wurde schließlich von den Japanern gefangen genommen und gefoltert. Der Film hat eigentlich alles, was ein großes Epos braucht: Das Drehbuch der legendären Regie-Brüder Joel und Ethan Coen, die dramatische Filmmusik von Alexandre Desplat („Philomena“, „The King’s Speech“) und solide Darsteller wie Jack O’Connell („’71“, „300: Rise of an Empire“) als Louie. Doch der Produktion fehlt eine entscheidende Zutat: emotionale Anteilnahme und Wärme.

  • Unbroken, USA 2014, 137 Min.
  • FSK: ab 12 Jahren
  • Regie: Angelina Jolie
  • Schauspieler: Jack O’Connell, Miyavi u.a.

 


 

„The Gambler“: Liebe löst Literaturprofessor vom Glücksspiel

Es ist ein Teufelskreis aus Geld bekommen und Geld verzocken: Als „The Gambler“ („Der Glücksspieler“) setzt Mark Wahlberg im gleichnamigen Film sein Leben aufs Spiel. Dem Literaturprofessor Jim Bennett ist so ziemlich alles egal – Familie, Studenten, Aussehen und auch große Summen Geld. Wenn er verliert, lässt er sich mit Gangstern ein, um weiterspielen zu können. So riskiert er am Ende alles. Erst eine junge Studentin führt zu einem Sinneswandel – und der Liebe halber versucht Bennett auf den letzten Drücker die Kehrtwende.

  • The Gambler, USA, 2014, 110 Min.
  • FSK: o.A.
  • Regie: Rupert Wyatt
  • Schauspieler: Mark Wahlberg, Michael Kenneth Williams, John Goodman u.a.

 


 

„Bros Before Hos“: Bad-Taste-Komödie aus Holland

Der Betätigungshorizont von Jules und Max, den Adoptivbrüdern, ist nicht eben groß: Beiden geht es vor allem um Frauen, Fernsehen und ums Feiern. Vor vielen Jahren haben sich die Brüder zudem geschworen, niemals eine feste Beziehung einzugehen. Der Pakt wurde einst geschlossen, nachdem die Ehe ihrer Eltern kläglich gescheitert war. Max arbeitet in einer Videothek, während sich sein Bruder als Supermarktleiter vor allem um seine Praktikantinnen kümmert. Eines Tages aber wird der Junggesellen-Pakt gehörig auf die Probe gestellt als die hübsche Anna ins Leben der beiden tritt. Die Inszenierung übernahm das niederländische Regie-Duo Steffen Haars und Flip Van der Kuil („New Kids Turbo“).

  • Bros Before Hos, Niederlande 2013, 88 Min.
  • FSK: ab 16 Jahren
  • Regie: Steffen Haars und Flip Van der Kuil
  • Schauspieler: Birgit Schuurman, Sylvia Hoeks, Raymond Thiry u.a.

 


 

„Streif – One Hell of a Ride“: Doku über legendäre Rennpiste

Die Weltcup-Abfahrt der Skirennfahrer in Kitzbühel ist eine Legende für sich, die Sieger machen sich sportlich unsterblich. Kaum eine Alpin-Strecke erfordert so viel Mut, fahrerisches Können und Kompromisslosigkeit. Die Streif gilt als eine der gefährlichsten Rennpisten der Welt überhaupt – und doch ist es der Traum eines jeden Profifahrers, sie zumindest einmal zu bezwingen. Die Dokumentation „Streif – One Hell of a Ride“ zeigt die beeindruckendsten Fahrten und die schwersten Stürze der vergangenen Jahrzehnte. Mehrere Rennfahrer wurden von den Filmemachern in ihrer Vorbereitung auf das Rennen von 2014 begleitet; sie sprechen auch über ihre Ängste, ebenfalls schwer zu Fall zu kommen.

  • Streif – One Hell of a Ride, 2014, 115 Min.
  • FSK: o.A.
  • Regie: Gerald Salmina
  • Schauspieler: Aksel Lund Svindal, Erik Guay, Hannes Reichelt, Felix Neureuther u.a.

 

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