Filmstarts der Woche Shakespeare trifft Action – rau, emotional, bildstark

MacBeth (Michael Fassbender) und seine intrigante Ehefrau (Marion Cotillard).

MacBeth (Michael Fassbender) und seine intrigante Ehefrau (Marion Cotillard).© picture alliance / dpa

Sie kennen Macbeth nur als Pflichtlektüre aus der Schule? Dann ab ins Kino und auf Action mit Michael Fassbender freuen. Außerdem neu im Kino: Klamauk mit Christian Ulmen.

Starke Neuinszenierung mit Fassbender als „Macbeth“

Der mittelalterliche Fürst Macbeth kehrt als mutiger Held siegreich aus einer wichtigen Schlacht zurück und wird dafür von König Duncan geehrt. Doch schon bald will Macbeth mehr: Aufgestachelt von seiner ehrgeizigen Ehefrau tötet er den König, um selbst in dessen Position zu gelangen – so, wie es ihm drei Hexen vorausgesagt haben. Aus der einen Bluttat ergeben sich bald viele weitere – der einst edle Mann und tapfere Krieger wird mehr und mehr zum blinden Eiferer seiner Ambitionen.

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Mit den charismatischen Stars Michael Fassbender und Marion Cotillard gelang Regisseur Justin Kurzel ein Shakespeare von atemberaubend zeitgemäßer Kraft. Die extrem bildstarke, rau-emotionale Interpretation würdigten Kritiker bereits als textlich reduzierten, aber äußerst eindringlichen „Shakespeare für die ‚Game of Thrones‘-Generation“.

  • Macbeth, Großbritannien, Frankreich, USA 2015, 113 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: Justin Kurzel
  • Darsteller: Michael Fassbender, Marion Cotillard, Paddy Considine

„Macho Man“ – Christian Ulmen versucht sich als cooler Aufschneider

Wenn ein deutsches Weichei versucht, zum Macho zu mutieren, um der Familie der türkischen Freundin zu imponieren, kann das nur schief gehen. Daniel (Christian Ulmen) versucht es trotzdem und fühlt sich zunächst ganz wohl damit – bis er die Gunst seiner Liebsten (Aylin Tezel) zu verspielen droht.

Christof Wahl hat mit seinem Regiedebüt „Macho Man“ den gleichnamigen Bestseller von Moritz Netenjakob als klamaukige Culture-Clash-Komödie inszeniert. Dafür bedient er sich zahlreicher Stereotype und lässt keinerlei Klischee aus. Komödie mit Ulmen, Tezel, Lilay Huser und Vedat Erincin.

  • Macho Man, Deutschland 2015, 98 Min.
  • FSK ab 6
  • Regie: Christof Wahl
  • Darsteller: Christian Ulmen, Aylin Tezel, Dar Salim

„Body“: Silberner-Bären-Gewinner des Jahres 2015

Janusz, der als Untersuchungsrichter arbeitet für die polnische Polizei, hat vor einiger Zeit seine Frau verloren. Während sich Janusz ganz seiner Arbeit hingibt, leidet seine Tochter immer noch unter dem Verlust der Mutter. Olga ist magersüchtig, und Janusz fürchtet, dass sie Selbstmord begehen könnte. Also lässt er seine Tochter in eine Klinik einweisen. Dort versucht die Therapeutin Anna, die selbst vor Jahren einen schlimmen Verlust erlitten hat, magersüchtige Mädchen zu kurieren.

„Body“, der im polnischen Original den Titel „Cialo“ trägt, wurde bei der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. Die Inszenierung stammt von Malgorzata Szumowska („Das bessere Leben“).

  • Body, Polen 2015, 90 Min.
  • FSK ab 12
  • Regie: Malgorzata Szumowska
  • Darsteller: Janusz Gajos, Justyna Suwala, Maja Ostaszewska

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