Als Bettina Flitner versuchte, ein Foto der Biologin Christiane Nüsslein-Volhard aufzutreiben, stieß sie auf ein unerwartetes Hindernis: Egal bei welcher Agentur sie anfragte, ein Foto der Wissenschaftlerin, die als erste Deutsche den Nobelpreis für Medizin erhalten hatte, gab es nicht.
Für Flitner war das der Anlass, sich mit diesem Thema näher zu befassen. Konnte es tatsächlich sein, dass Frauen, die mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung stellen, in einem Bereich wie der Forschung überhaupt nicht vorkommen? Und wenn doch: Wie sahen sie aus? Und woran forschten sie überhaupt?
Flitner, die von der Deutschen Welle als "eigenwilligste und interessanteste Fotografin unserer Zeit" bezeichnet wurde, machte sich auf die Suche, nach den Frauen, die forschen. Das Ergebnis ist ein Buch über 25 Frauen, die in ihren Fachgebieten zur absoluten Weltspitze zählen. Filtner präsentiert die Frauen hintergründig, stellt sie und ihren Forschungsgegenstand in einen ungewöhnlichen Kontext. Auf diese Weise blickt sie hinter die Kulissen der akademischen Disziplin und rückt deren vergessene Protagonistinnen in den Mittelpunkt. Der Bildband "Frauen, die forschen" ist in der Collection Rolf Heyne erschienen und kostet 29.90 Euro. Mehr Informationen zum Buch unter www.collection-rolf-heyne.de.
Die Bilder sind bis zum 12. Dezember im Frauenmediaturm/Bayenturm in Köln zu sehen. Mehr Informationen unter www.frauenmediaturm.de.
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