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03.01.2011

Ende des Kabelsalats: Einheitliches Ladegerät für Handys kommt


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© One for all
Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht für Handynutzer: Das langersehnte Allzweckladegerät kommt. Schon in den nächsten Monaten sollen sie verkauft werden.

Die nötigen Standards seien bestimmt, die Produktion könne anlaufen. "Jetzt ist es Zeit für die Industrie, sich zu der Abmachung zu bekennen und mit dem Verkauf von Mobiltelefonen für das neue Ladegerät zu starten", sagte Industriekommissar Antonio Tajani.

Die Kommission hofft vor allem auf sinkende Preise und weniger Müll. "Es ist eine echte Win-win-Situation", freute sich Tajani. Bislang mussten Verbraucher meist mit jedem Handy ein neues Ladegerät kaufen. Mit dem Wirrwarr soll EU-weit Schluss sein - darauf hatten sich Brüssel und 13 führende Handyhersteller schon 2009 geeinigt. Doch die zuständigen Behörden brauchten zwei Jahre, um die Vorgaben anzupassen. Das Standardladegerät kommt etwa ein Jahr später als ursprünglich geplant.

Die Lösung: ein sogenannter Micro-USB-Stecker, der jedoch nur in Mobiltelefone mit entsprechendem Anschluss passt. Dieser ist heute in vielen Handys eingebaut, um etwa Fotos herunterladen zu können. Die EU-Kommission geht davon aus, dass die meisten Mobiltelefone von 2011 an entsprechend ausgestattet sein werden. Den speziellen USB-Anschluss gibt es zum Beispiel auch an einigen Digitalkameras.

"Das neue Ladegerät wird das Leben der Verbraucher leichter machen, Müll reduzieren und der Wirtschaft nutzen", sagte Kommissar Tajani. Pro Haushalt wäre nur noch ein Universalladegerät nötig. Zudem sollen die neuen Geräte weniger Strom benötigen. Mobiltelefone werden laut EU-Kommission künftig auch ohne Ladegerät verkauft, was den Preis senken dürfte. Zu den beteiligten Firmen zählen Nokia, Sony Ericsson, Apple, Motorola und Samsung.

Bereits im Februar vergangenen Jahres hatten sich führende Gerätehersteller und Mobilfunkanbieter auf die Einführung eines universellen Ladegeräts verständigt und dies auf einer Fachmesse in Barcelona mitgeteilt. Die EU-Kommission hatte den Herstellern mit Regulierung gedroht, sollten sie sich nicht auf einen einheitlichen Standard einigen.

Quelle: ftd.de
© 2011 dpa

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