03.05.2010

Fördergelder: Topf für E-Autos fast leer

Von: Jens Tartler
Zukunftsmodell ohne Subventionen?
Zukunftsmodell ohne Subventionen?
© AP
Bis 2020 soll eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein - mindestens. Das lässt sich die Bundesregierung viele Millionen kosten. Doch schon jetzt ist der Topf fast ausgeschöpft.

Die Elektromobilität in Deutschland nimmt langsam Fahrt auf. Die Bundesregierung fördert bereits mehr als 190 Einzelprojekte und gibt dafür 100 Millionen Euro aus.

Damit ist der Topf von 115 Millionen Euro für die acht Modellregionen schon fast ausgeschöpft. Die Projekte reichen von elektrischen Pkw über E-Motorräder bis zu Regionalzügen mit Hybridantrieb. Insgesamt sind 2920 Ladestationen geplant. Nach dem Umsetzungsbericht des Verkehrsministeriums gehen 80 Prozent der Fördermittel an private Unternehmen.

Die Eigenbeteiligung der Firmen liegt in den meisten Fällen deutlich über 50 Prozent der Projektkosten. Der Bericht, der der FTD vorliegt, soll am Montag auf dem Berliner Gipfeltreffen von Regierung und Wirtschaft zum Thema Elektromobilität vorgestellt werden.

Aus der Zusammenstellung wird deutlich, dass das Förderprogramm "Modellregionen Elektromobilität" vergleichsweise schnell konkret geworden ist. Vielerorts sind bereits die ersten Fahrzeuge im Einsatz. Das Programm ist Teil des Konjunkturpakets II und wurde 2009 gestartet.

Bei den Modellregionen E-Mobilität ist der Großteil des Geldes bereits vergeben, was zu Forderungen nach einer Aufstockung führen könnte. Andere Teile des Konjunkturpakets hatten dagegen Anlaufschwierigkeiten, vor allem Bauprojekte.

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen. Bevor die Massenproduktion von E-Autos beginnt, sollen in den Modellregionen zunächst insgesamt rund 650 Pkw fahren.

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