Es ist schwer, über ein Gerät aus dem Hause Apple Neues zu berichten. Zumindest zum Marktstart oder gar kurz danach. Schließlich haben Technikmagazine, Blogs und gern zitierte geheime Quellen meist Wochen, ja Monate, im Vorwege alle vermeintlichen Eckdaten, Spezifikationen und Besonderheiten präsentiert. Doch wer Wunschtraum von Spekulation und Fantasie von Wahrscheinlichkeit gut zu unterscheiden weiß, der kann sich in der Regel bereits ein Bild der neuen Produkte machen.
Dass es im Fall des iPhone 4 nicht nur Gerüchte, sondern Abbildungen des Originals und harte Fakten waren, die im Vorfeld der Zentrale in Cupertino entfleuchten, ist hinlänglich bekannt und bestärkt uns, auf weitere Funktions- und Ausstattungslisten zu verzichten. Vielmehr haben wir uns fünf Kern-Features des Handys herausgenommen und einem subjektiven Anwendertest unterzogen.
Design
Nichts ist an einem Handy subjektiver als das Design. Dem einen gefallen Rundungen, der nächste wiederum mag es lieber eckiger. Doch wenn das iPhone einen entscheidenden Schritt gemacht hat, dann in Sachen Geräte-Design. Ob es ansprechender geworden ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hatten die Vorgängermodelle noch jede Menge Kunststoffteile (um das Wort Plastik zu vermeiden), so können beim iPhone 4 solche Komponenten auf den ersten Blick nicht ausgemacht werden.
Vorder- und Rückseite bestehen aus einem Glas ähnlichem Material und sind in einem Edelstahlrahmen eingebettet. Diese Konstruktion ist so fest und nahtlos verarbeitet, dass das Gerät vor allem in der Hand extrem hochwertig erscheint - vielmehr noch als sein Vorgänger.
Sollte es sich bei diesem Glas im chemischen Sinne doch um Kunststoff handeln, bitte ich um Nachsicht. Es sieht jedenfalls aus wie Glas, Apple nennt es Glas, und es fühlt sich so an.
Display
![]() Zoom iPhone 4 |
Auf das neue Display ist Apple besonders stolz. Und das nicht ganz zu unrecht. Ob das sogenannte Retina Display nun wirklich das schärfste Telefondisplay aller Zeiten ist, wie Apple behaupt, sei einmal dahingestellt. Was sich jedoch sagen lässt: Das iPhone 4 hat in jedem Fall einen der besten Handy-Bildschirme auf dem Markt.
Da auch Samsung für sich beansprucht, bei seinem neuen Android Flaggschiffmodell Galaxy i7500 das derzeit brillanteste Handydisplay (Super Amoled) einzusetzen, haben wir beide Geräte neben einander gelegt. Zumindest das subjektive Testerauge konnte keine großen Unterschiede feststellen. Mehrere Bloggs berichteten, das Super Amoled sei bei Sonneneinstrahlung besser zu lesen. Hier ergab eine unrepräsentative Umfrage unter drei Kollegen allerdings ein 3:0-Votum für das neue iPhone. Alleine schon durch das heller strahlende Display.
Wenn man aber allerdings ein iPhone 3GS neben beide Geräte legt, dann wird offensichtlich, dass sie in Bezug auf Bildschirmtechnologie in einer anderen Liga spielen. Bei Websites in ihrer jeweiligen Ausgangsgröße (also ohne Zoom) dargestellt, können auf dem alten iPhone lediglich die Überschriften gut gelesen werden, die eigentlichen Texte verschwimmen. Beim iPhone 4 und auch beim Galaxy ist hingegen auch die kleinste Schriftgröße lesbar.
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