Ausnahmesituation
Filme mit Kindern - heißt es in der Branche - gehen immer. Dass Tom Vaughan der alten Hollywood-Regel folgt, ist nicht verwerflich. Dass er jedoch die wahre Geschichte zweier todkranker Kinder, zu der eine Dokumentation besser gepasst hätte, als massentauglichen Spielfilm inszeniert, wirkt zynisch. Weil vom tödlichen Gendefekt Morbus Pompe weltweit nur einige Tausend Menschen betroffen sind, besteht für die Kinder der Crowley-Familie wenig Hoffnung. Die Erforschung einer Therapie ist der Pharmaindustrie zu unprofitabel. Wie es den echten Crowleys gelang, Marktgesetze und Amtshürden zu umgehen, indem sie ihr eigenes Biotech-Unternehmen gründeten, schildert der Film als schwer erträgliches Melodram. Hier wird lediglich das Erfolgsmodell der amerikanischen Familie verteidigt. Auch wenn sich Brendan Fraser und Harrison Ford als Protagonisten einer besseren Welt mächtig ins Zeug legen - ihr medizinisches Wunder erscheint am Ende doch nur als sehr kalkuliertes Ergebnis von Marketing und Manpower.
Von Katrin Kothes
Ausnahmesituation |
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USA 2009 |
Länge: 111 Min. |
Regie: Tom Vaughan |
Darsteller: Harrison Ford, Brendan Fraser, Keri Russell |
Bewertung: 3 von 5 Punkten |
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