Münster, die Fahrradhauptstadt? Von wegen! Wenn Deutschlands berühmtester Skateboard- Unternehmer Titus Dittmann durch die Stadt düst, dröhnt der blubbernde Sound eines V8-Motors durch die westfälische Provinz.
6,40 Meter lang ist der Cadillac Fleetwood aus dem Jahr 1968. Am Heck ist ein Skateboard- Halter angeschraubt. Im Sommer holt der 62-Jährige mit dem Wagen vielversprechenden Nachwuchs vom Bahnhof ab. Die jungen Sportler verbringen ihre Ferien im Skate-College des Unternehmers.
"Innen ist das eine richtig vergammelte alte Gurke"
Der Ami-Schlitten gehört zum Warm-up-Programm, mit dem die Jungs eingeschworen werden auf eine supercoole Zeit im Camp. "Innen ist das eine richtig vergammelte alte Gurke", sagt Titus Dittmann. "Wenn ständig ein Haufen Jugendlicher hinten sitzt, hat es wenig Sinn, das Leder zu erneuern." Aber der Motor läuft wie eine Eins. Dafür sorgt der alte Herr höchstselbst.
Der Cadillac gehört zum festen Fuhrpark der diversen Firmen, die Titus Dittmann und sein Sohn Julius führen. Genauso wie der Cadillac Convertible von 1959, der Ford Mustang von 1965, der 1970er-Dodge-Charger, die seltene Cabriolet-Version der Citroën DS - und all die vielen anderen alten Autos, die Titus Dittmann in den Garagen rund um sein Haus in einem Münsteraner Vorort parkt und in der Werkstatt nebenan wartet und pflegt.
Quelle: impulse
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