Die erste private duale Hochschule in Baden-Württemberg, die International University of Cooperative Education (IUCE), steht vor dem Aus. Am Montag hatte der Wissenschaftsrat der Freiburger Hochschule die institutionelle Akkreditierung verweigert.
Damit verliert sie nach baden-württembergischem Hochschulrecht ihre Betriebserlaubnis. Der Wissenschaftsrat kritisiert die Leitungsstrukturen und die Forschungsleistung, vor allem aber, dass die Praxisphasen nur unzureichend mit den Theoriephasen verzahnt seien und dass die Internationalität, mit der die Hochschule im Namen wirbt, überhaupt nicht gegeben sei.
Kritik übt der Wissenschaftsrat häufig an privaten Hochschulen, negative Akkreditierungsentscheidungen sind jedoch selten. Die IUCE wurde 2009 mit privatem Kapital von Robert Wetterauer, Geschäftsführer der Angell Business School Freiburg, sowie seinem Onkel Friedrich Klute gegründet. Angeboten werden die Studiengänge Immobilienwirtschaft, Marketing sowie Hotel- und Sportmanagement.
Dieses Jahr sollen die ersten der insgesamt 220 Studenten fertig werden. Die IUCE ist nun jedoch nicht mehr berechtigt, ihnen einen Hochschulabschluss zu verleihen. Wo und wie die Studenten nun ihr Studium beenden können, ist unklar. Die Hochschule geht davon aus, dass die Entscheidung des Wissenschaftsrats keine Konsequenzen für die Studierenden haben wird. Der Lehrbetrieb gehe unverändert weiter. Trotz mehrfacher Nachfrage der impulse-Schwesterzeitung Financial Times Deutschland waren weder der Geschäftsführer noch der Rektor der IUCE am Donnerstag zu erreichen.
Quelle: ftd.de
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