Mitarbeiter des Elektrotechnikherstellers Robert Bosch haben den direkten Zugang: Geht Zuhause die Mikrowelle kaputt, müssen sie nach Feierabend nicht noch ins Elektrogeschäft fahren. Stattdessen können sie in der Mittagspause im firmeneigenen Laden vorbeischauen und ein neues Gerät kaufen. Gibt die Spülmaschine den Geist auf, kommt der Bosch-eigene Techniker abends vorbei und verlangt keine Anfahrtskosten. Das ist praktisch und billiger als ein externer Fachmann.
Günstiger bekommen Konzernmitarbeiter nicht nur die Reparatur von Haushaltsgeräten. Über die Robert Bosch Versicherungsvermittlungs GmbH (RBVS) können sie auch preiswerte Versicherungen abschließen. Die Bandbreite reicht von der Krankenversicherung bis zur Privathaftpflicht - alles ist im Angebot.
Das Belegschaftsgeschäft ist bei vielen Großkonzernen beliebt. Mitarbeiter können sich über die Firma statt über Vertreter, Makler oder Internet versichern. "Damit wollen wir als Arbeitgeber für unsere Angestellten attraktiver werden und ihnen die Auswahl erleichtern", sagt Henning Klinkenberg, der bei RBVS für das Belegschaftsgeschäft zuständig ist.
Die Firmen bieten die Verträge über spezielle Makler an, meistens Tochtergesellschaften. Beim Autohersteller VW ist das der VW Versicherungsdienst, bei der Lufthansa die Tochter Albatros, bei ABB die ABB Komposit.
Bei Bosch läuft das Geschäft gut. Das Unternehmen will sein Angebot ausweiten. Mehr als 50.000 Beschäftigte haben mindestens einen Vertrag über die RBVS abgeschlossen. "Unsere Vermittler vergleichen die Produkte, die im Markt vorhanden sind, und wählen die Angebote aus, die sie vom Preis-Leistungsverhältnis her als am besten einstufen", sagt Klinkenberg.
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