Mit der Idee, Lebensmittel direkt aus dem Karton zu verkaufen und das Lebensmittelgeschäft auf seine Grundfunktion zu reduzieren, hat Aldi den Einzelhandel in Deutschland revolutioniert. Die Aldi-Brüder Karl und Theo schufen ein Prinzip, das rund 50 Jahre nach Eröffnung des ersten Aldi-Marktes in viele Bereiche von Handel und Dienstleistung hinein strahlt, und dem das einfache Motto zugrunde liegt: Beschränkung auf die Grundfunktionen und billig um jeden Preis.
Die Aldi-Brüder begannen als traditionelle Einzelhändler. Sie übernahmen den Essener Lebensmittelladen der Mutter, öffneten eine Reihe neuer Geschäfte und expandierten. In den 1950er-Jahren betrieben die Albrechts eine Kette herkömmlicher Geschäfte, in denen sie unterschiedliche Marktkonzepte testeten. Der Siegeszug der Discounter begann in den frühen 60er-Jahren im Westen der Republik, wo die ersten Geschäfte nach dem neuen Grundprinzip eröffnet wurden. Dort gilt seitdem das Prinzip: wenig Auswahl, aber günstige Preise.
Aus dem Namen Albrecht Discount leitet sich auch der Unternehmensname ab. Die Brüder teilten ihr Geschäft auf in Aldi Nord (Theo Albrecht) und Aldi Süd (Karl Albrecht) und agierten weitgehend unabhängig voneinander, aber mit der gleichen Grundidee. Sie schufen damit ein Milliardenimperium, ohne das der Einzelhandel in Deutschland heute undenkbar wäre.
Auf der Homepage des Unternehmens erläutert Aldi - stimmig mit der offensiv vertretenen Grundidee, dem Verbraucher die günstigsten Preise zu bieten - das sogenannte Aldi-Prinzip. Dahinter steht: Es gibt pro Warengruppe nur einen Artikel. Die Ware wird direkt aus dem Karton oder von der Palette verkauft, alles ist standardisiert, das Sortiment ist überschaubar.
Mit diesem Prinzip spart Aldi eine Menge Geld im Vergleich zu klassischen Supermärkten, was den Verkaufspreis begünstigt. Gleichzeitig verleiht es der Kette beim Einkauf eine Handelsmacht, die die Lieferanten nach Kräften drücken kann. Im Aldi-Sortiment vertreten zu sein - oder aus ihm herauszufliegen -, kann über Wohl und Wehe eines Herstellers entscheiden.
Bei Lieferanten gilt Aldi als sehr verlässlicher Partner, der stark auf Qualität achtet. Aldi ist streng, aber eben verlässlich. Von anderen Discountern in Deutschland wird berichtet, das Preise nachverhandelt werden, mit dem Ziel, die Händler immer tiefer zu drücken.
Seine Manager bezahlt Aldi im Vergleich mit anderen Händlern sehr gut. Das bringt Loyalität und Motivation. Ein höherer Aldi-Manager verdient im Jahr schätzungsweise um die 450.000 Euro, heißt es.
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