Groupon, Dailydeal, Qypedeals oder Loxideals heißen die Anbieter solcher Coupon-Aktionen. Sie beraten ihre meist mittelständischen Partner aus Handel und Industrie und bescheren ihnen mit ihren Webwerbeinstrumenten zusätzliche Umsätze. "Ich möchte den Markenartikelherstellern und dem stationären Einzelhandel helfen", sagt Georg von Waldenfels, Chef von der Hamburger Firma Loxi. Klingt altruistisch, ist es aber natürlich nicht: Loxi fördert für Marken wie Granini und Schwarzkopf, Weight Watchers und Persil den Verkauf - gegen gutes Geld.
Denn die Verbraucher, die sich auf der Plattform www.loxideals.de registrieren, müssen auch angeben, für welche Warengruppen sie sich interessieren – etwa für Pflegemittel und Spirituosen - und bekommen nur diese Produkte und Coupons angezeigt. "Durch die Registrierung auf unserer Seite haben wir den direkten Zugang zu diesen Verbrauchern", sagt von Waldenfels. Rund 50.000 Mailadressen und Konsumprofile habe er momentan.
Gesamte Zielgruppe eines Markenartiklers im Blick
Für mittelständische Hersteller interessant: Der Dienstleister kennt nicht nur die Käufer eines bestimmten Produkts, sondern die gesamte Zielgruppe des Markenartiklers, also auch die Verbraucher, die das Konkurrenzprodukt kaufen. Loxideals hilft dem Auftraggeber auch im Bereich Social Media. So kann dieser seine bestehende Community mit Gutscheinen belohnen, damit sie helfen, die "Fangemeinde" zu vergrößern.
Die Hamburger Dienstleister, die sich mit Onlineportalen wie Mein Prospekt oder Sparwelt vergleichen lassen müssen, obwohl diese sich vor allem an den Handel wenden, organisieren regelmäßig für 30 bis 40 Marken Rabattaktionen oder Gewinnspiele. Sie beauftragen die Clearinghäuser Acardo Technologies oder Valassis, im Handel zu eruieren, welche Geschäfte bereit sind, die Gutscheine bei sich einzulösen. Wenn ja, werden die Kassensysteme darauf eingestellt. Außerdem berichtet Loxi täglich, welche Nutzer "angebissen" haben und wie viele Produkte durch die Aktion verkauft wurden.
Satte Nachlässe
Für Umsatzsteigerungen in einigen Bereichen des Mittelstands haben schon 2010 und 2011 sogenannte Couponing-Unternehmen gesorgt. Auf ihren Seiten im Netz bieten sie Tag für Tag neue Deals in Großstädten an: In Berlin lockt ein Restaurant mit einem Drei-Gänge-Menü, das statt 25 Euro nur 12 Euro kostet, ein Frankfurter Reiseveranstalter bietet einen siebentägigen Ägyptenurlaub für 590 statt 1200 Euro an und eine Kölner Fensterputzfirma vier Stunden Arbeit, die eigentlich 140 Euro kosten, für 29 Euro.
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