Mohamed Arif war kein leichter Fang. Schon ihn zu finden war schwer gewesen. Envi Con hatte extra einen Kopfjäger, einen Headhunter, auf ihn angesetzt. Sechs Wochen lang wurde Arif umgarnt. Erst ein paar Abendessen und Bonuszusagen später ließ der Inder sich erweichen, kündigte seinen Job in Dubai und kam nach Nürnberg.
Was für ein Aufwand, diverse Langstreckenflüge um die halbe Welt nicht mitgerechnet. Nur um Envi Con & Plant Engineering, ein Planungsbüro für Kraftwerke und Abfallverwertungsanlagen, um eine Fachkraft zu verstärken. Tja, sagt Geschäftsführer Rainer Alzinger. Er würde lieber "Leute aus der Region einstellen", die vor Ort verwurzelt sind und nicht für das nächstbessere Angebot weiterziehen. Aber er sucht meist vergebens. Experten, wie Envi Con sie benötigt, gibt es nicht in Nürnberg, nicht in Franken, gibt es nirgendwo in Deutschland.
Deutschland, nein Danke |
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Überall im Mittelstand fehlt es an Fachkräften. Was Unternehmen tun können, um ausländische Experten anzulocken |
Wer fehlt |
Wer fehlen wird |
Woher nehmen? |
Heute arbeiten Menschen aus 16 Nationen bei Envi Con, jeder Siebte der 240 Mitarbeiter stammt aus dem Ausland. Um Fachkräfte zu finden, sucht Envi Con längst in der ganzen Welt. Die Personalmanagerinnen durchkämmen regelmäßig internationale Stellenbörsen, besuchen Jobmessen und klopfen weltweit bei ihren Kontakten an: Habt ihr jemanden? Kennt ihr jemanden?
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