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03.02.2012

Gründerwettbewerb enable2start 2012: Die fünf prämierten Startups

Von: Jochen Eversmeier
Gewinner des Jahres 2012: Felix Fröhlich (v.l.), Jakob Schreyer, Chalwa Heigl, Anke Domaske und Sven-Oliver Pink
Zoom Gewinner des Jahres 2012: Felix Fröhlich (v.l.), Jakob Schreyer, Chalwa Heigl, Anke Domaske und Sven-Oliver Pink
Sie haben frische Ideen und wollen erfolgreiche Unternehmer werden - zum Beispiel mit Guglhupf-Pralinen, Karbonfasern oder Mode aus Milch. Die Sieger der Gründerinitiative "enable2start" der Financial Times Deutschland.

Erst kurz vor Mitternacht war das Bangen vorbei. Dann freute sich Anke Domaske über 50.000 Euro Preisgeld für ihr Startup Qmilch. Die Mikrobiologin und Modedesignerin hat aus dem Rohstoff Milch eine chemikalienfreie Naturfaser entwickelt, die auch Allergiker gut tragen können. Noch in diesem Jahr will sie in die Pilotproduktion einsteigen. Für ihren unternehmerischen Mut ist die 28-Jährige von der Gründerinitiative "enable2start" der impulse-Schwesterzeitung Financial Times Deutschland (FTD) ausgezeichnet worden.

Domaske setzte sich am Donnerstagabend mit vier weiteren Startups bei der Preisverleihung in Hamburg durch. Aus den über 900 Bewerbern waren zwölf Finalisten ausgewählt worden, die sich an zwei Tagen einer hochkarätigen Jury und deren Fragen stellten: Wie groß sind die Margen im Schultaschenmarkt? Wie schützt man sich im Feinkostsegment vor Nachahmern? In welchen Bereichen sind geflochtene Karbonfaserbauteile besser als gebackene?

Über die Antworten der Jungunternehmer diskutierten die Jurymitglieder, darunter Investorin Susanne Klatten und DM-Drogeriemarkt-Gründer Götz Werner, ebenso kontrovers wie über die eingereichten Businesspläne. Als Preisträger durchsetzen konnten sich neben Qmilch am Ende:

  • Der-Gugl-Gründerin Chalwa Heigl (München) mit feinen Guglhupf-Pralinen
  • Ergobag um Sven-Oliver Pink und Florian Michajlezko (Köln) mit ergonomischen Schulrucksäcken
  • Orderbird von Jakob Schreyer und Bastian Schmidtke (Berlin) mit einem Bestellsystem auf Smartphone-Basis für Gastronomen
  • Munich Composites um Felix Fröhlich und Boris Mittermaier (München) mit automatisierten Herstellungsverfahren für Karbonfaserbauteile

Die fünf Sieger erhalten jeweils 50.000 Euro. Ein Gewinn, der allen Finalisten blieb, waren die Kontakte, die sie beim anschließenden Galaempfang im Hamburger Hotel Louis C. Jacob knüpfen konnten. Zu den prominenten Gästen zählten der Bankier Friedrich von Metzler und der Unternehmer Erich Sixt ebenso wie der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz.

Der Gründerwettbewerb, den die FTD gemeinsam mit dem Innovations- und Gründungszentrum UnternehmerTUM veranstaltet, ist einer der größten Europas. Das Preisgeld für enable2start stiften neben UnternehmerTUM die Sponsoren Daimler, Euler Hermes, die Otto-Gruppe, Roland Berger Strategy Consultants und Telefonica.

Doch damit ist die Geschichte von enable2start noch nicht zu Ende: Am kommenden Dienstag stellt die FTD die fünf Gewinner ausführlich vor und wird ab Mitte Februar täglich im Gründertagebuch auf FTD.de über sie berichten. Alle drei Monate erscheint zudem im FTD-Unternehmermagazin Enable eine große Reportage, in der auch die Geschäftszahlen der Gründer veröffentlicht werden. Denn die Idee von enable2start ist es, Gründer auf dem langen Weg von der Geschäftsidee bis zum funktionierenden Unternehmen zu begleiten. Seien Sie dabei.

© 2012 ftd.de

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