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23.06.2010

Interview mit Sabine Klein: Neuer Kodex für Familienunternehmen

Sabine Klein
Zoom Sabine Klein
© WHU
Sabine Klein, Professorin an der WHU, sitzt in der Kommission des Governance Kodex für Familienunternehmen von Intes, der jetzt neu erschienen ist.

Wozu brauchen Familien­unternehmer einen Kodex?

Klein: Der erste Leitfaden ist 2004 als Pendant zum Cromme-Kodex für Konzerne entstanden. Die Herausforderungen an Familienunternehmen sind ganz andere.

Nämlich?

Klein: Der Einfluss der Familie auf das Unternehmen muss geklärt sein, die Verantwortung. Solange der Patriarch im Sessel sitzt, läuft oft alles nach seinem Willen.

Wie verhindert man Streit beim Generationswechsel?

Klein: Mit klaren Altersgrenzen und einer Nachfolgeplanung. Es geht generell darum, entscheidungsfähig zu bleiben. Wenn sich zwei Schwestern in die Haare kriegen, dürfen sie sich trotzdem nicht in den Gremien blockieren. Die Familie ist keine Privatsache, wenn es um das Unternehmen geht.

Das heißt konkret?

Klein: Es geht zum Beispiel nicht nur mich selbst an, wen ich heirate. In meiner Familie haben wir ­außerdem einen Vertrag: Wenn meine Kinder heiraten, müssen sie innerhalb von drei Monaten einen Ehevertrag unterschreiben, der Zugewinngemeinschaft ausschließt.

Governance Kodex

Den neuen Kodex für Familienunternehmen in voller Länge, sowie die Möglichkeit, Kommentare abzugeben, finden Sie auf www.kodex-fuer-familienunternehmen.de.

Aus dem Magazin

 

Dieses Interview ist aus der impulse-Ausgabe 07/2010.

Abonnenten erhalten die neueste Ausgabe jeden Monat frisch nach Hause geliefert.

 

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