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Serie: So entsteht eine gute Marke

Namen + Logos + Slogans + Versprechen: So einfach zusammenbauen lässt sich eine gute Marke natürlich nicht. Trotzdem kann man anhand dieser Elemente bereits viel über Marken lernen. Wir haben deshalb Experten gebeten, Namen, Logos, Slogans und Markenversprechen ganz unterschiedlicher Mittelständler und Familienunternehmen zu kommentieren.


23.02.2012

Markenführung: Wann ein Slogan wirkt

Von: Arnd Zschiesche, Alexander Hahn
Slogan
Zoom Slogan
Langeweile ist Trumpf. Jedenfalls wenn es um die Wahl des Werbespruchs geht: Je länger sich ein Slogan etabliert hat, desto kraftvoller wirkt er - auch wenn die Belegschaft ihn nicht mehr hören kann. Ausgewählte Slogans im Expertencheck.

Die Experten

Der Markensoziologe Arnd Zschiesche ist Experte für Markenführung und berät vor allem mittelständische Unternehmen.

Als Gründer von Slogans.de ist Alexander Hahn Experte für Markenaufbau mit Schwerpunkt Sprache und Trends.

Arnd Zschiesche:

Der Beständige Ein schönes Beispiel dafür, was jeden erfolgreichen Slogan auszeichnet: Die Konstanz des Auftritts ist stets das Gelbe vom Ei. Auch wenn der Slogan im Vergleich zur Marke jung ist: Es gibt ihn "erst" seit 1961, die Marke seit 1876 - über 50 Jahre Ei Ei Ei! Eine Geschichte, die oft kolportiert wird (auch von mir), ich weiß aber nicht, ob sie stimmt: Die Mitarbeiter von Verpoorten haben irgendwann eine Petition verfasst, in der sie das Management inständig darum bitten, den Slogan zu ändern, weil sie es nicht mehr ertragen, auf die Frage, wo sie arbeiten, ordnungsgemäß Verpoorten zu antworten - nur damit ihr jeweiliges Gegenüber sofort in entzückte "Ei, ei, ei,"-Rufe ausbricht. In jedem Fall eine Geschichte, an der sich gut verdeutlichen lässt, dass Marke kein demokratisches System ist: Es geht bei Marke nicht darum, was der einzelne denkt oder fühlt, es geht darum, was im Publikum verankert ist - nur davon lebt eine Marke.




Alexander Hahn:

Alexander Hahn
Zoom Alexander Hahn

Mit Musik "Ei, Ei, Ei Verpoorten" ist ein Slogan-Klassiker. 1961 entwickelt und bis heute nahezu unverändert in der Werbung für den Bonner Eierlikörhersteller eingesetzt, zählt er sicherlich zu den bekanntesten deutschen Markenslogans. Die dreifache Wiederholung des Wortes "Ei" und die musikalische Umsetzung als gesungene Werbemelodie, angelehnt an den Schlager "Ay ay ay Maria - Maria aus Bahia“, verleihen der Aussage Prägnanz, Spaß und Wiedererkennbarkeit. Der Slogan wurde zum geflügelten Wort in geselliger Runde. "Ei, Ei, Ei Verpoorten" zeigt, wie wichtig die dauerhafte Kommunikation einer Werbeaussage ist, um sie als Slogan langfristig im Unterbewusstsein des Verbrauchers zu verankern. Die langjährige Nutzung eines Slogans vermittelt Zuverlässigkeit und stärkt das Vertrauen in die Marke.

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