Schwimmbäder, Krankenhäuser und Konzerne machen vor, wie Energiesparen funktioniert: Sie nutzen Contracting, um ihren Verbrauch zu senken. Bei diesem Service erneuert ein Energiedienstleister zunächst Heiz-, Kühl- oder Lüftungsanlagen und managt anschließend deren Betrieb. In manchen Fällen liefert er auch die nötige Energie. Die energetische Sanierung finanziert der Dienstleister. Im Gegenzug fließt der Großteil der eingesparten Kosten für einen festgesetzten Zeitraum an ihn zurück. Sobald dieser abgelaufen ist, profitiert das Unternehmen von den Einsparungen.
Obwohl Contracting hilft, Energiekosten zu sparen, nutzen Mittelständler diesen Service kaum. "Der klassische Mittelstand finanziert Investitionen in die Modernisierung seiner Energieanlagen lieber selbst", verdeutlicht Canay Yildirimer, Finanzchef des mittelständischen Contracting-Unternehmens Eta Cube aus Frankfurt am Main. Das bestätigt auch eine Studie der KfW Mittelstandsbank. Obwohl Energieeffizienz in kleinen Unternehmen ein zentrales Thema ist, spielt Contracting dort bislang nur eine untergeordnete Rolle.
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Doch es gibt Ausnahmen. Dass es sich für Mittelständler lohnt, das Energiemanagement auszulagern, zeigt der Verpackungsspezialist WS Quack + Fischer. Als das Dampfheizwerk, von dem das Unternehmen bislang seine Energie bezogen hatte, 2003 schloss, stand für Geschäftsführer Heinz Eicker fest, dass eine neue Heizung hermusste. Er entschied sich für eine moderne Hackschnitzelheizung. Denn diese verfügt über einen Gasbrenner, der in Spitzenlastzeiten als Puffer dient.
Daher spielen bei dem Viersener Unternehmen Europaletten aus Holz mittlerweile nicht nur eine tragende Rolle beim Transport, sie leisten zudem einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung. Die Stapelhilfen, die das Unternehmen früher für teures Geld entsorgen musste, werden geschreddert und decken nun den Großteil des betrieblichen Wärmebedarfs. Dabei spart WS Quack + Fischer jährlich rund die Hälfte der Heizkosten ein.
Quelle: ftd.de
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