Sie lag hoch, die Messlatte. Wirklich Neues, nicht das aufpolierte Altbekannte war gefragt beim Wettbewerb "Potenzial Innovation", den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag gemeinsam mit impulse ausgerichtet hat. Knapp 100 Unternehmen bewarben sich, jetzt stehen die Sieger fest. Die fünf Juroren orientierten sich an Kriterien, die einen Vergleich überhaupt erst ermöglichen: Kann die Innovation auf andere Branchen übertragen werden? Schafft sie Arbeitsplätze? Und Kostenvorteile?
Bereits bei der Vorauswahl zeigte sich, dass sich in der Umwelttechnologie derzeit viel tut. Und dass die Zeit innovativer Webanwendungen längst nicht abgelaufen ist. Auf diese Bereiche konzentrieren sich mehr als ein Drittel der Bewerber. Für Jurorin Stefanie Heiden, Hauptgeschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF), ein Beleg dafür, "dass Innovationen in Deutschland mittelstandsgetrieben sind". Dahinter stehe die Person des Unternehmers, der kreativ und innovativ sei – und wenig mit dem Selbstverständnis und Handeln des angestellten Managers gemein habe. Die Forschungsfreude der deutschen Mittelständler lobte auch Jurorin Marion Weissenberger-Eibl, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe.
![]() Zoom Trump-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller war eine der Juroren. |
Oft hapert es aber nach wie vor an der Produkteinführung. Die Faustregel lautet: Aus 100 Erfindungen lässt sich eine Innovation destillieren, die sich am Markt durchsetzt. Diese Quote zu erhöhen ist das Anliegen vieler Unternehmen. "Wir überleben nur, wenn wir innovativ sind", sagt daher Jurorin und Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. Auch dort werden viele Ideen vorangetrieben und immer wieder überprüft: Taugt das? Bringt uns das weiter? Oder versenken wir nur Geld?
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