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11.08.2011

Social Media: Mit Facebook zum neuen Job

Von: Sabine Meinert
Soziale Netzwerke bieten eine Fülle an Jobperspektiven
Zoom Soziale Netzwerke bieten eine Fülle an Jobperspektiven
© Getty Images
Der Arbeitsmarkt für ITler und Software-Fachleute ist längst wieder in Schwung. Und gerade für Hightech-Experten spielt die Arbeitsplatzsuche über soziale Netzwerke eine immer größere Rolle. Was es dabei zu beachten gilt.

Softwarehäuser und IT-Dienstleister haben allein im vergangenen Jahr mehr als 25.000 Stellen zusätzlich geschaffen. Das meldet der Branchenverband BITKOM. Auch in der Unterhaltungselektronik stieg die Zahl der Arbeitsplätze um gut zwei Prozent. Und auch im laufenden Jahr sorgen diese Firmen den Prognosen zufolge für ein Jobwachstum. Immerhin wollen laut BITKOM rund 57 Prozent der Hightech-Firmen neue Stellen schaffen, sehen aber gleichzeitig den Fachkräftemangel als Wachstumshemmnis.

"Wer einen hochqualifizierten Informatiker sucht, wendet sich damit nicht an die Arbeitsagenturen, sondern sucht über Stellenbörsen oder mit Hilfe von Personalberatern", fasst Verbandspräsident Dieter Kempf zwar. Dennoch lässt sich beobachten, dass die Jobsuche via Social Media auf dem Vormarsch ist - gerade im Hightech-Segment. Die Frage für hochqualifizierte Arbeitnehmer ist nur: Wie können die sozialen Netzwerke als Karriere-Sprungbrett genutzt werden?

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat dazu Tipps veröffentlicht. Er bewertet Social Media als nützliches Tool, um sich ein Bild von den Arbeitgebern zu machen und sich selbst bestmöglich im Web zu präsentieren. Es gelte, das Potenzial der sozialen Medien zu erkennen, so Curt Simon Harlinghausen vom BVDW. "Eine ausgeklügelte Online-Präsenz mit Social Media kann einem Bewerber bereits heute Tor und Tür zu einem Traumjob öffnen", ist er überzeugt. Seine Ratschläge:

  • Selbstmarketing für die eigene Online-Reputation ins Rollen bringen
  • Relevantes Kontaktenetzwerk aufbauen und pflegen
  • Social Netzworks als echte Informationstools nutzen
  • Aussagekräftige Social-Media-Profile erstellen
  • Privatsphäre schaffen und schützen
  • Fehlerhafte Angaben ausdrücklich vermeiden
  • Jobangebote auch jenseits der Jobportale finden
  • Über Social Media direkt auf Stellenangebote bewerben
  • Vitamin B und Empfehlungen der Kontakte nutzen
  • Mitarbeiter finden und Jobs weiterempfehlen

(Quelle: Ratgeber Karriere-Sprungbrett Social Media, Curt Simon Harlinghausen, Mike Schnoor und Sorreen Schroll)

Karriere-Expertin Sophie de Lorenzo von der International University of Monaco geht mit ihren Tipps sogar noch weiter. Die zunehmende Bedeutung privater und berufsbezogener Netzwerke mache ein klares "Personal Branding" erforderlich, ist ihre These. Denn - wie jüngste Zahlen vom Marktforschungsinstitut Harris Interactive zeigen - 45 Prozent der Arbeitgeber suchen ihre neuen Mitarbeiter bereits auf Facebook, Xing und Co. Jeder Dritte hat sich demnach aufgrund von Informationen aus sozialen Netzwerken sogar schon gegen einen Kandidaten entschieden.

Sehen Sie sich selbst als Marke!

De Lorenzos Rat ist deshalb, sich selbst als nachhaltige Marke zu betrachten - und diese sinnvoll, strategisch und langfristig zu entwickeln. Ein Profil bei sozialen Medien ist ihrer Meinung nach als Produkt für den Jobmarkt zu verstehen. Es gehe nicht nur darum, Fähigkeiten darzustellen, sondern vor allem darum, sie auf interessante Weise zu kommunizieren. Unklare oder ungeordnete Mitteilungen seien dabei wenig hilfreich. Darauf sei zu achten, obwohl die Netzwerke für schnelle, spontane Reaktionen gut geeignet seien. Die Expertin empfiehlt, passende Keywords im Profil zu verwenden, Referenzen einzupflegen, ein kurzes Video für berufliche Zwecke hochzuladen.

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Quelle: ftd.de
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