Wer Lust hat auf gut gelaunte Gesichter, der sollte derzeit Mitarbeitern und Managern von Computer- und Software-Unternehmen in die Augen schauen. Der Handel mit Hardware oder Programmen sowie Serviceleistungen rund um die Informationstechnologie (IT) profitieren seit dem Aufschwung von der neuen Investitionsbereitschaft vieler deutscher Unternehmen. IT-Firmen verdienen also wieder gutes Geld. Angesichts niedriger Zinsen für Investitionen und vollen Auftragsbüchern gehen die Marktforscher von IDC von "idealen Rahmenbedingungen für den IT-Markt in Deutschland" aus.
Ganz oben auf der Agenda stehen laut Joachim Benner, Research Analyst bei IDC Central Europe, vor allem zwei Bereiche, in die kräftig investiert wird: Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM) zur Kundenbindung und Business-Intelligence-Lösungen (BI) zur Bereitstellung von wesentlichen Unternehmensinformationen.
Angetrieben werde das IT-Geschäft Benner zufolge besonders durch die Nachfrage von Maschinenbauern und anderen exportorientierten Unternehmen, aber auch durch Energieversorger und Anbieter aus dem Gesundheitswesen. Diese wollten mit der neuen Informationstechnologie ihre Geschäftsprozesse effizienter und kostengünstiger gestalten und damit wettbewerbsfähiger werden.
Für eine gestiegene Nachfrage sorgen auch Innovationsschübe etwa im Bereich der CRM-Technologie. Immer beliebter werden Programme für Smartphones, mit denen Manager Wartezeiten an Flughäfen oder Bahnhöfen produktiv nutzen können. Vor allem dann, wenn sie sich mit anderen nützlichen Anwendungen kombinieren lassen.
Das Beratungsunternehmen Parcon aus Leonberg hat etwa in SAP-Oberflächen eine Routen- und Besuchstourplanung integriert. "Ein wichtiges Ziel bei der effizienten Planung von Besuchstouren ist es, die Zeit auf der Straße so kurz wie möglich zu halten und dabei noch mehr Kunden zu erreichen", sagt Parcon-Geschäftsführer Jörg Zölzer. "Auf Knopfdruck müssen alle relevanten Informationen vorliegen, neben den Kundendaten beispielsweise auch aktuelles Kartenmaterial, exakte Wegbeschreibungen und verlässliche Streckenberechnungen. Natürlich muss der Zugriff auf diese Planungsdaten auch von unterwegs möglich sein."
Kunden gehen mit ihren Zeit- und Geldbudgets immer knauseriger um
Jede Routen- und Reihenfolgeplanung ist bei der Lösung als Kartendarstellung mit Wegbeschreibung verfügbar. Verschiebt sich ein Termin, kann man die Tagesplanung direkt aus dem Kalender heraus ändern und mit dem Smartphone synchronisieren. Fällt ein Termin aus, erhält der Außendienstmitarbeiter mit wenigen Klicks sofort einen neuen Vorschlag für seine aktuelle Tagesroute.
Die Anforderungen an die Technologieanbieter sind enorm gestiegen, denn die Kunden gehen mit ihren Zeit- und Geldbudgets immer knauseriger um. Unternehmen verlangen, dass die Integration von neuen Projekten immer schneller erfolgt. Gerade der Walldorfer Softwareriese SAP hat deshalb im Bereich seiner CRM-Technologie nachgebessert.
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