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31.08.2010

Unternehmensführung: Wie Firmen ihre Visionen finden - und wofür sie gut sind

Von: Jürgen Fleig (business-wissen.de)

© fotolia.com
Eine Vision gibt den Mitarbeitern Orientierung und begeistert sie für gemeinsame Ziele. Wenn die Vision aber nicht zu den grundlegenden Werten und zum zentralen Zweck des Unternehmens passt, reagieren die Mitarbeiter mit Zynismus.

Von bedeutenden Menschen wird oft berichtet, dass sie eine Vision hatten. Das war ihr Antrieb, um Großartiges zu leisten. Deshalb ranken sich viele Geschichten und Mythen um den Begriff und die Bedeutung der Vision. Doch die Meinungen sind geteilt: Die einen betonen ihre Kraft, andere Menschen zu begeistern und für ein gemeinsames Ziel zu gewinnen. Die anderen können mit diesem abstrakten Konstrukt wenig anfangen. Sie meinen: Wer eine Vision habe, solle zum Arzt gehen.

Deshalb tun sich auch viele Unternehmen und ihre Führungskräfte sehr schwer mit einer Vision. Zum einen wollen sie ihre positive Wirkung nutzen, um Mitarbeiter auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören und ihnen Hilfestellung und Orientierung zu bieten. Zum anderen ahnen sie, dass eine falsche Vision auch Schaden anrichten kann: Wenn sie im Unternehmen nicht gelebt und oder durch das Verhalten der Führungskräfte konterkariert wird, dann macht sie sich vor allen Mitarbeitern nur lächerlich. Wie gelingt der Balanceakt, die richtige Vision zu finden?

Die Bausteine einer Vision

Schon in den 1990er Jahren haben James C. Collins und Jerry I. Porras in einem Beitrag für Harvard Business Review anhand von vielen Unternehmensbeispielen herausgearbeitet, dass eine gute Vision aus zwei Elementen besteht:

  • die grundlegenden Überzeugungen und Werte sowie der eigentliche Zweck eines Unternehmens; das, was es substanziell ausmacht, der Wesenskern;
  • die klare Vorstellung, ein Bild von der Zukunft mit einem großen, kühnen und anspruchsvollen Ziel, das in zehn oder 30 Jahren erreicht werden soll.

Die Strategien eines Unternehmens und alle Pläne und Maßnahmen verändern sich stetig und ständig. Gute Manager passen diese immer wieder an die jeweiligen Rahmenbedingungen an. Sie wollen so die Chancen, die sich gerade zeigen, nutzen und Risiken eingrenzen. Sie sind flexibel. Sie orientieren sich dabei aber immer am Wesenskern des Unternehmens. Der bleibt unveränderlich. Er hält alles zusammen.

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