Management Arbeitszeiten bei impulse: Keine Stechuhr, bitte!

Flexibilität statt Stechuhr: In unserer aktuellen Titelgeschichte beschreibt unsere Autorin, wie Unternehmer durch flexible Arbeitszeiten die Leistung ihrer Teams steigern können. Wie wir es bei impulse machen, und warum auch bei uns gilt: Vertrauen geht vor Kontrolle!

Wer morgens in die Verlagsräume von impulse in Hamburg-Hammerbrook will, muss einen Handgriff tätigen, den jeder Arbeitnehmer in Deutschland bis rauf zum Chef kennt: die persönliche Schlüsselkarte an ein Lesegerät bei der Eingangstür halten. Dann piept es, und die Tür springt asthmatisch knackend auf. Nur: Anders als in vielen Unternehmen handelt es sich um keine Stechuhr oder um ein sonstwie geartetes Gerät, mit dem man die Arbeitszeit messen könnte. Bei impulse ist es einfach nur die Türentriegelung. Sonst nichts.

Nach der Eingangstür lauern keine Zeiterfassung, keine Schichtpläne, keine Kontrolle: Bei impulse herrscht ein Arbeitszeitmodell, das in kleinen Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern nur selten vorkommt – die Vertrauensarbeitszeit. Jeder Mitarbeiter, ob im Projektmanagement, dem Vertrieb, in der Konferenzabteilung oder auch der Redaktion, kann seine Arbeitszeit frei und autonom gestalten, ohne dabei kontrolliert zu werden. Doch laut IAB-Betriebspanel praktiziert nur jede siebte Firma mit bis zu 49 Mitarbeitern diese Variante. Vermutlich, weil sie unter Experten als anspruchsvolle Königsdisziplin unter den Schichtmodellen gilt.

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Genaue Absprachen sind entscheidend

Denn die Mitarbeiter genießen zwar die Freiheit, ihre Arbeit selbst organisieren zu können, ohne dass die Chefs ihre Anwesenheit minutengenau kontrollieren. Aber sie müssen sich dafür umso besser absprechen. Denn auch bei impulse muss die Arbeit jeden Monat fertig werden – zu besichtigen jeden letzten Donnerstag des Monats im gedruckten Heft, zu besichtigen jeden Tag auf impulse.de. Dass auch wirklich alle Seiten pünktlich im Druckhaus landen, darauf achtet unsere Chefin vom Dienst. Ihr schärfstes Schwert sind Excel-Tabellen, denen jeder Kollege entnehmen kann, an welchem Tag er fertig werden muss – und wann der nächste Verarbeitungsschritt folgt, etwa die Korrektur des Textes oder seine Abnahme durch die Chefredaktion.

Wo die Texte fertig werden, ob am Abend oder am Morgen, ist aber zweitrangig – bei impulse ist es problemlos möglich, spontan Arbeitstage im Home Office einzulegen – solange die oder der Kollege per Telefon gut erreichbar sind. Sämtliche Redaktionssysteme, für die digitale Berichterstattung wie auch fürs Heft, sind auch von zu Hause aus zu bedienen. Und selbst ein Sabbatjahr ist, natürlich mit mehr Vorbereitung, möglich – eine Kollegin plant gerade eine Weltreise.

Nur wenn es um die Leser geht, kommen wir nicht ganz ohne Arbeitspläne aus: Die impulse-Kundenbetreuung ist von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr besetzt, um Ihre Anrufe, Wünsche und Anregungen entgegenzunehmen. Dafür müssen sich die vier Kolleginnen absprechen und Arbeitspläne erstellen. Aber auch hier gilt wie im ganzen Verlag: keine Stechuhr bitte. Vertrauen geht vor Kontrolle.

 

 
Blick ins neue Heft
 

 

cover07Wie Sie durch weniger Kontrolle mehr Leistung erzielen, lesen Sie in der Titelgeschichte der Juli-Ausgabe von impulse.

 
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