Management Auszeit: „Beim Mountainbiken schalte ich mental ab“

Patrick Meinel gründete 2011 einen Versandhandel für Muffins. Seitdem gilt bei ihm die Start-up-Formel: Er arbeitet selbst und ständig. Um ab und an vom Job abzuschalten, steigt der 24-Jährige regelmäßig auf sein Mountainbike. Auf impulse.de erklärt der Unternehmer, wie ihm der Sport hilft, die Konzentration wiederzufinden.

„Das war mieses Wetter am Wochenende“, sagt Patrick Meinel. Nach zwei Tagen Regen sei der Boden komplett schlammig gewesen. Meinel ist Gründer der „Muffin Factory“ in Schöneck im Vogtland – ein Onlineversandhandel für Muffins. Zusammen mit Freunden nahm er vergangenen Freitag am „Vogtland Bike Marathon-Firmenrace“ teil, einem Mountainbike-Rennen für Firmen aus der Region. Den zehnten Platz hat das Team gemacht. „Aber nur, weil sie uns eine Runde nicht gewertet haben“, sagt Meinel und lacht. Der 24-Jährige ist passionierter Biker von der Pike auf und erklärt im impulse-Gespräch, warum er auf dem Fahrrad richtig abschalten kann.

Impulse: Herr Meinel, wann haben Sie das Mountainbiken für sich entdeckt?

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Patrick Meinel: Ich fahre Mountainbike, seit ich denken kann. Mein Vater ist extrem sportlich und hat mich schon als Kind immer mitgenommen – egal ob zum Fahrrad- oder auch Skifahren.

Und jetzt fahren Sie regelmäßig?
Ich habe Glück, ich wohne eher ländlich im Vogtland. Da sind gute Mountainbike-Routen vor der Haustür. Ich fahre zwei bis drei Mal die Woche. Werktags trete ich dann spät abends so rund eine Stunde in die Pedale. Am Wochenende auch gerne mal länger. Meine Freundin konnte ich bislang nicht für das Mountainbiken begeistern. Ich fahre oft mit Freunden aber auch gerne alleine.

Fühlt man sich beim Mountainbiken nicht gehetzt?
Nein. Beim Mountainbiken schalte ich mental richtig ab. Interessant ist, dass ich immer wieder merke, wie sehr ich mich dann plötzlich auf ein bestimmtes Thema fokussiere: Entscheidungen, die ich während des Tages nicht richtig durchdenken konnte, werden auf einem ziemlich klar. Viele Leute erzählen mir, dass es ihnen beispielsweise beim Joggen genauso geht.

Was muss man Pi mal Daumen investieren?
Der Einstieg ins Mountainbiken wird immer günstiger. Passable Fahrräder gibt es eigentlich schon ab 500 Euro. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Mein Bike liegt so in der Preisklasse um die 3200 Euro. Ein Helm ist Pflicht – ohne würde ich nicht mehr fahren. Ich empfehle auch Klickpedale – hierbei klickt man die Schuhe in die Pedale ein. Das ermöglicht einen besseren Tritt. Wer Downhill – also im freien Gelände steil bergab – fährt, sollte sich zudem noch mit Körperprotektoren schützen. Die Anschaffungskosten werden bei ein paar hundert Euro liegen. Im Vergleich zum Fahrrad also günstig.

 
Patrick Meinels Tipps für den Einstieg:

  • Kaufen Sie Ihr Bike bei einem Fachhändler – nicht über Amazon oder ähnliche Vertriebskanäle. Gerade am Anfang ist eine gute Beratung wichtig. Wenn Sie einem fachkundigen Händler erklären, wie viel Sie ausgeben wollen und in welcher Region Sie am häufigsten fahren, findet er das richtige Mountainbike für Sie.
  • Es gibt zahlreiche Mountainbike-Camps, in denen Profis Tipps und Tricks verraten. Diese Camps würde ich allen empfehlen, die Lust auf Enduro (also bergauf strampeln und bergab fahren) oder auf Downhill (bergauf per Lift und bergab per Bike) haben. Eine Einführung durch Profis kann da viel bringen.
  • Überschätzen Sie sich nicht und lassen Sie es langsam angehen.

 

 
Kommen Sie runter: In einer neuen Serie lesen Sie auf impulse.de regelmäßig Tipps und Erfahrungsberichte, wie Unternehmer im Alltag wieder abschalten.

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