Management Die beliebtesten Ausbildungsberufe 2014

Obwohl es in Deutschland mehr als 300 Ausbildungsberufe gibt, konzentriert sich die Masse der Azubis auf einige wenige. Welche Jobs bei jungen Menschen am beliebtesten sind.

Mehr als 518.000 junge Menschen haben im vorigen Jahr eine Ausbildung begonnen. Und wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtet, konzentriert sich fast ein Viertel (23,6 Prozent) aller Lehrlinge auf fünf Ausbildungsberufe.

In der Gesamtstatistik bleibt die Lehre im Einzelhandel die häufigste Ausbildung. Aldi, Rewe und Co. haben im vergangenen Jahr 31.080 neue Lehrlinge eingestellt und damit den Job in den Märkten erneut zum Ausbildungsberuf Nummer Eins gemacht. Auf den Plätzen folgen die Dauerbrenner Bürokaufmann, Verkäufer, Kfz-Mechatroniker sowie Industriekaufmann.

Dabei ist die Auswahl theoretisch groß: Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) weist 328 duale Ausbildungen in Handwerk, Industrie und Handel nach. Dazu gibt es noch mehrere Dutzend Berufsbilder bei den Freiberuflern und im ebenfalls von Frauen einseitig bevorzugten Gesundheits- und Pflegebereich.

Zwischen den Geschlechtern gibt es große Unterschiede: Bei jungen Männern liegen ganz andere Ausbildungsberufe hoch im Kurs als bei jungen Frauen.

Konkurrenzkampf um begehrte Jobs

Zu den Berufen mit tendenziell immer weniger Bewerbern zählt der Sprecher des BIBB, Andreas Pieper, unter anderem Gastronomen, Lebensmittelhandwerker, Gebäudereiniger oder Klempner. Ungünstige Arbeitszeiten, geringe Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten oder auch kleinteilige Betriebsstrukturen lassen Bewerber auch vor anderen Berufen zurückschrecken.

Grundsätzlich sollten die Bewerber zunächst ihre eigenen Stärken und Neigungen definieren und sich dann umfassend und möglichst auch praktisch informieren, lautet der Rat des Experten.

Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für einen Ausbildungsberuf

Allgemein verlieren die dualen Ausbildungswege in Betrieb und Berufsschule weiter an Attraktivität. Bereits das dritte Jahr in Folge ist die Zahl der neuen Verträge zurückgegangen, dieses Mal um 1,4 Prozent auf 518.391. Im Rekordjahr 1999 waren es noch fast 120.000 Neuverträge mehr.

Neben dem demografischen Faktor schlägt hier der Akademisierungseffekt zu, wenn immer mehr Schüler das Abitur machen und damit jederzeit ein Studium aufnehmen können. Insgesamt lag die Zahl aller Auszubildenden zum Jahresende 2014 bei 1,36 Millionen, ein Minus von 2,4 Prozent zum Vorjahr.

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