Management Die wichtigsten Fragen & Antworten zum Förderprogramm MobiPro-EU

Was wird durch das Mobilitätsprogramm MobiPro-EU genau gefördert? Was sind die Voraussetzungen? Wer muss die Geldspritzen beantragen und welche Fristen sind zu beachten? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Zuschüsse für Reiskosten zu Bewerbungsgesprächen, Umzugskosten, Sprachkursen: Rund 140 Millionen Euro stehen bis 2016 im Mobilitätsprogramm MobiPro-EU zur Verfügung. Gefördert werden unter bestimmten Voraussetzungen Auszubildende und Fachkräfte aus EU-Ländern. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Programm.

Wer wird durch das Mobilitätsprogramm MobiPro-EU gefördert?
Das Programm fördert junge Arbeitslose aus anderen EU-Staaten, die in Deutschland eine Ausbildung machen wollen oder als Fachkraft in einem deutschen Unternehmen arbeiten wollen.
Welche Voraussetzungen müssen die Bewerber erfüllen?
Bei den künftigen Auszubildenden liegt die Schwelle sehr niedrig. Sie müssen einen Schulabschluss nachweisen und mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem dürfen sie noch keine betriebliche Berufsausbildung abgeschlossen haben. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, fördert die ZAV jeden, der eine Ausbildungsstelle bekommen hat bzw. einen Ausbildungsplatz in Aussicht hat. Außerdem müssen sie Deutsch lernen.Wer einen Platz gefunden hat, sollte sich am besten vor der Antragstellung telefonisch (+49 228 713 1083) oder per E-Mail (thejobofmylife@arbeitsagentur.de) an die ZAV wenden.
 
Fachkräfte müssen in einem der Mangelberufe ausgebildet sein, also in Berufen, wo Fachkräfte fehlen. Welche das genau sind, ermittelt die Bundesagentur für Arbeit (BA). (Zur Liste der BA) Aktuell sind das zum Beispiel vor allem Ingenieure, IT-Spezialisten, aber auch Pflegekräfte.
Was wird durch das Programm genau gefördert?
Künftige Auszubildende können folgende finanzielle Hilfe bekommen:
 
Sprachkurs:

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  • Förderung eines Deutschkurses im Herkunftsland (bis zu 8 Wochen mit insgesamt 170 Unterrichtsstunden à 45 Minuten)
  • Sprachkurs während eines vorgeschalteten Praktikums im künftigen Ausbildungsbetrieb (bis zu 8 Wochen mit insgesamt 85 Unterrichtsstunden)
  • Übernahme von Kosten für einen Sprachkurs und Nachhilfe zum Berufsschulunterricht während der Ausbildung

Lebensunterhalt:

  • ergänzende Hilfe zur Finanzierung des Lebensunterhalts während eines ausbildungsvorbereitenden Praktikums und der Ausbildung
  • bis zu 818 Euro monatlich (unter Anrechnung der Ausbildungsvergütung), plus zwei Heimfahrten pro Jahr (à 200 bis 300 Euro) während der Ausbildung

Reise- und Umzugskosten:

  • Anreisekosten zum Bewerbungsgespräch und zum ausbildungsvorbereitenden Praktikum (je 200 bzw. 300 Euro, je nach Entfernung)
  • Anreisekosten zum Ausbildungsbeginn inklusive Umzugskosten (500 Euro)
  • Rückreisekosten nach dem Praktikum (200 bzw. 300 Euro)

 

Fachkräfte erhalten diese finanzielle Unterstützung:

Sprachkurs:

  • Deutschkurs im Heimatland (bis zu 8 Wochen mit insgesamt max. 170 Unterrichtsstunden à 45 Minuten)
  • Berufsbegleitender und -bezogener Deutschunterricht oder Vollzeitsprachkurs in Deutschland (max. 510 Unterrichtsstunden à 45 Minuten)

Reise- und Umzugskosten:

  • Anreisekosten zum Bewerbungsgespräch (200 bzw. 300 Euro, je nach Entfernung)
  • Umzugskostenpauschale (890 Euro)

Kosten für Anerkennung des Engpassberufs:

  • Erstattet werden bis zu 1000 Euro an Kosten, etwa für Übersetzungen oder Beglaubigungen

 

Wer muss die Förderung beantragen?
Die künftigen Azubis oder Fachkräfte müssen die Förderung beantragen, Arbeitgeber können Sie dabei aber natürlich unterstützen. Laut ZAV sollten die Anträge frühzeitig gestellt werden, also zum Beispiel vor Beginn des Sprachkurses oder vor der Anreise zum Vorstellungsgespräch.

 

Weitere Fragen zum Förderprogramm beantwortet die Hotline der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV): Tel. 0228/ 713 1083 oder per E-Mail thejobofmylife@arbeitsagentur.de. Aktuelle Informationen zum Programm finden Sie auch auf der Webseite www.thejobofmylife.de.

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