Management „Die WM löst bei mir auch Bauchschmerzen aus“

Eine Mitarbeiterin von FahnenFleck näht in Hamburg eine Deutschland-Flagge.

Eine Mitarbeiterin von FahnenFleck näht in Hamburg eine Deutschland-Flagge.© dpa

Seit 1882 produziert die Firma FahnenFleck hochwertige Flaggen in Hamburg. Geschäftsführer Jörgen Vogt erzählt, wie das Traditionsunternehmen von der WM profitiert – und warum er deswegen auch Bauchschmerzen hat.

Herr Vogt, am Donnerstag hat in Brasilien die Fußball-WM begonnen. Löst die Fußballweltmeisterschaft bei Ihnen einen Nachfrageboom aus?

Die WM 2006 war für uns ganz bedeutend, auch im Umsatz. Bei der WM 2010 in Südafrika waren wir offizieller Fahnenlieferant. Jetzt wird von den Endkonsumenten in Deutschland die brasilianische Flagge etwas mehr nachgefragt, aber einen großen Boom gibt es nicht. Wir stellen ja auch keine Dekofahnen her, sondern liefern eine hohe Qualität. Und um ehrlich zu sein: Teilweise löst die Weltmeisterschaft bei mir auch Bauchschmerzen aus.

Anzeige

Warum?

Manche Länderflaggen haben wir nicht auf Lager, zum Beispiel Belgien. Letztere gelten aber als Geheimfavorit. Wenn die überraschend weit im Turnier kommen, dann werden die Fahnen auf einmal nachgefragt. Dann müssen wir über Nacht produzieren.

Als heimischer Produzent, der schnell reagieren kann, haben Sie doch dann einen echten Vorteil gegenüber den Importen aus Fernost.

Ja, wir sind schnell. Aber solche Ad-hoc-Produktionen sind nicht kostendeckend. Wir machen das dann nur aus Imagegründen.

Welche Rolle spielt für Sie als Fahnenhersteller der Fußball allgemein?

Das ist für uns schon wichtig. Dem HSV haben wir deshalb die Daumen gedrückt, dass er nicht absteigt.

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.