Management Fachkongress: Wie lassen sich Arbeitsunfälle vermeiden?

Gefahren für die Mitarbeiter am Arbeitsplatz auszuschließen ist eine wichtige Aufgabe für Arbeitgeber, besonders in Industriebetrieben. Oft gibt es aber noch Defizite. Weltweit kommen jedes Jahr Tausende Menschen bei Arbeitsunfällen ums Leben. Eine Fachkonferenz beschäftigt sich an diesem Wochenende mit diesem Thema.

Rund zwei Millionen Menschen sterben jährlich weltweit bei Arbeitsunfällen. Experten und Politiker diskutieren in der kommenden Woche auf einem internationalen Fachkongress (24. bis 27. August) in Frankfurt, wie die Arbeitssicherheit verbessert werden kann.

„Das größte Problem ist der Schutz der informellen Arbeiter, die ohne Arbeitsvertrag, Anstellung oder Arbeitsschutz dennoch ständig für andere tätig sind“, sagte der Kongresspräsident Walter Eichendorf von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. In Asien und Afrika seien über die Hälfte der arbeitenden Menschen in diesem „informellen Sektor“ tätig und als Scheinselbstständige schwer zu schützen.

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Besonders gefährliche Bereiche seien der Bergbau und das Abwracken von Schiffen, sagte der Experte. Einen dichten und guten Arbeitsschutz gebe es hingegen in der Chemie-Industrie oder auch in der Automobilindustrie. „Die Firmen exportieren ihre Standards auch in Schwellenländer.“ Gerade die Chemie habe nach Störfällen wie in Seveso und Bhopal ihre Lektionen rasch lernen müssen, um Produktionsverboten in den entwickelten Ländern zu entgehen. Die Branche sei heute vorbildlich.

Veranstalter erwarten 4000 Teilnehmer aus 139 Ländern

Der Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit findet alle drei Jahre in einem anderen Land statt. Erstmals veranstaltet wurde er 1955 in Rom. Gastgeber des XX. Treffens ist Deutschland. Die Tagung 2014 wird gemeinsam organisiert von der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), der Internationalen Vereinigung für soziale Sicherheit (IVSS) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Die Veranstalter erwarten rund 4000 Teilnehmer aus 139 Ländern.

Auf dem Programm des dreitägigen Kongresses, der am Sonntagabend (24. August) eröffnet wird, stehen Fachveranstaltungen und Symposien rund um das Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) wird am Montag erwartet.

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