Management Frühstücke niemals allein

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Entspannte Atmosphäre, kostengünstig und schnell: Ein Café ist der ideale Ort für Geschäftstermine

Entspannte Atmosphäre, kostengünstig und schnell: Ein Café ist der ideale Ort für Geschäftstermine© Creativemarc - Fotolia.com

Warum treffen wir uns mit unseren Kunden und Lieferanten eigentlich bevorzugt zum Mittag- oder Abendessen? Ein Plädoyer fürs gemeinsame Frühstück.

Ein altes Sprichwort besagt: „Frühstücke wie ein König, esse zu Mittag wie ein Edelmann und abends wie ein Bettelmann.“ Das Frühstück als wichtigste Mahlzeit des Tages? Das gilt für viele Unternehmer leider nur sonntags. Unter der Woche fehlt dafür die Zeit. Dabei gibt es gute Gründe dafür, das Frühstück ausgiebig zu genießen – und gleich mit dem ersten Gesprächstermin des Tages zu verbinden.

Meine Empfehlung: Gehen Sie so häufig wie möglich nicht alleine frühstücken, sondern verbringen Sie diese Zeit mit einem Kunden oder Lieferanten. Für solche Gespräche ist das Frühstück geradezu ideal: Es ist eine kostengünstige und schnelle Angelegenheit – sowohl in der Bestellung als auch in der Abwicklung. Die Frage alkoholischer Getränke stellt sich nicht. Kurzfristige Terminverschiebungen sind unwahrscheinlich. Der zeitliche Rahmen ist überschaubar. Große Belastungen aus dem Tagesgeschäft nehmen Sie nicht mit ins Gespräch. Sollte das Gespräch direkte Handlungsoptionen eröffnen, haben Sie den Tag noch vor sich, um direkt darauf eingehen zu können.

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Ein weiteres Argument für mehr Frühstückstermine: Sie unterliegen keinen Konventionen wie bei Mittag- oder Abendessen, sprich: Sie haben die Hände frei und können sich auch eine Präsentation oder gemeinsame Unterlagen durchschauen, ohne dass dies jemanden stört. Schließlich ist selbst Zeitunglesen beim Frühstück als Bildungslektüre anerkannt. Und bis auf den Kaffee kann nichts kalt werden.

„Frühstücke mit Kunden, lunche mit Partnern, dinniere mit Freunden“

Einen Termin zum Lunch oder gar zum Abendessen würde ich Ihnen nur dann empfehlen, wenn Sie Ihren Gesprächspartner bereits besser kennen und die gemeinsame Zeit eher dazu dient, sich gegenseitig auf den aktuellen Stand zu bringen, die Beziehung auch persönlich zu vertiefen oder gemeinsam etwas zu feiern.

Interpretieren Sie das alte Sprichwort also neu und setzen Sie es für sich – und Ihre Gesprächspartner – erfolgsversprechend um: „Frühstücke mit Kunden, lunche mit Partnern, dinniere mit Freunden.“

Und noch ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang: Verteilen Sie Ihre Ausserhaus-Termine nicht auf zu viele Orte. Entscheiden Sie sich vielmehr für einen Coffee-Shop, ein Restaurant und eine Bar. Werden Sie dort Stammkunde. Der Nutzen und Mehrwert dieser Vorgehensweise tritt spätestens für Sie ein, wenn Sie in dieser Lokalität vom Personal erkannt und vom Inhaber persönlich begrüßt werden. Sie können sich dann auf einen bevorzugten Service verlassen. Damit wird ein scheinbar neutraler Ort zu Ihrem Terrain, auf dem Sie Heimvorteil besitzen.

7 Kommentare
  • Peer-Arne Böttcher 18. November 2013 23:07

    Lieber Nils,

    fühle mich erhört und bin gespannt zu hören, was passiert!

    Gruß,
    Peer

  • Nils 13. November 2013 06:47

    Ein pfiffiger Gastronom entdeckt in diesem interessanten Beitrag und den Kommentaren eine Geschäftsidee!
    Mal sehen was passiert…

  • Peer-Arne Böttcher 5. November 2013 11:09

    Hallo Frau Schneider,

    vielen Dank für Ihren Kommentar!

    Auch ein Mittagessen mit (potenziellen) Kunden kann eine erfreuliche und erfolgreiche Angelegenheit sein, da stimme ich Ihnen zu. Was mich allerdings tagein tagaus daran stört: Ich brauche sehr viel mehr Aufmerksamkeit für Dinge, die nichts mit meinem Gegenüber und unserem Gespräch zu tun haben. Nehmen wir beispielsweise das Geschirr. Das ist meist recht reichhaltig eingedeckt und schränkt damit meine Gestaltungsmöglichkeiten und meine Bewegungsfreiheit ein. Dieser Aspekt mag je nach Ausrichtung und Qualität der ausgesuchten Lokalität unterschiedlich ins Gewicht fallen. Was hingegen nahezu immer ein Thema ist: An- und Abreise. Damit wird ein Lunchtermin mitunter eine recht zeitaufwendige Angelegenheit. Ein Frühstück hingegen lässt sich häufig mit dem ersten Weg (nämlich dem ins Büro) kombinieren. Als „Zwischenhhalt“ sozusagen.

    In Summe sind es diese Effizienzgewinne, die mich wichtige Gespräch – insbesondere jene, für die es eine eigene Agenda gibt – bevorzugt mit einem Frühstück verbinden lassen.

    Übrigens: Wenn sich Ihnen keine geeigneten Frühstücks-Lokale anbieten, können Sie sich leicht behelfen. Gehen Sie zum Bäcker Ihres Vertrauens, organisieren Sie sich ein paar leckere Zutaten, kochen Sie Marmelade ein, sorgen Sie für Tee-Vielfalt und guten Kaffee. Ihr(e) Gesprächspartner werden das außerordentlich zu würdigen wissen.

    Beste Grüße aus dem herbstlich-sonnigen Hamburg,
    Peer-Arne Böttcher

  • Meike Schneider 30. Oktober 2013 18:14

    Hallo Herr Böttcher,

    ich bin da ein ganz klein wenig anderer Meinung, was das Mittagessen betrifft. Denn ich selbst nutze dies für meine Kundengespräche und sogar Coachings und so ist auch mein Firmenname Punkt 12 entstanden. Aber ich greife gerne Ihre Anregung auf und werde auch ein Frühstück mit mir anbieten. Warum nicht?

    In der Tag hat man da den Tag noch vor sich und kann Dinge aus dem Gespräch gleich umsetzen oder anstossen!

    Mir geht es so, daß es einfach weniger gute Frühstücks-Locations gibt, als Angebote zum Mittagessen. Und dann eignet sich auch nicht jede Lokalität für ein vertrautes, unternehmerisches Gespräch.

    Ihre wichtigste Anregung finde ich daher: Liebe Unternehmer, geht raus, trefft Euch, tauscht Euch aus, knüpft Kontakte – frei nach dem Motto: Kontakte schaden nur dem, der sie nicht hat!

    Viele Grüße aus Stuttgart,
    Meike Schneider

  • Peer-Arne Böttcher 25. Oktober 2013 22:01

    Hallo Herr Jendis,

    wochentags frühstücken Sie im „Cafe Paris“ am Rathausmarkt angenehm und gut. Sonntags empfehle ich Ihnen gerne das „Frühstück mit Elbblick“, das im Hause unseres Business Club Hamburg stattfindet (www.villa-im-heine-park.de).

    Viele Grüße,
    Peer-Arne Böttcher

  • Ole Jendis 25. Oktober 2013 21:41

    Und was ist Ihre Frühstücksempfehlung für Hamburg?

  • luger 25. Oktober 2013 12:50

    interesant

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