Management Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht

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Nur wer Kunden und Mitarbeitern mit Respekt begegnet, hat nachhaltigen Erfolg.

Nur wer Kunden und Mitarbeitern mit Respekt begegnet, hat nachhaltigen Erfolg.© Creativa - Fotolia.com

Wer dauerhaft versucht, den Profit nur für sich allein zu erwirtschaften, zu Lasten der Mitarbeiter, der Lieferanten oder auch der Umwelt, wird scheitern. Geschäfte werden nach wie vor zwischen Menschen gemacht - und Beziehungspflege ist das A und O des Erfolgs.

Nach meinem Blogbeitrag über das Aufkommen der „Smart Economy“ fragte mich ein Leser: Was bedeutet dieser Wandel für mich persönlich – als Unternehmer und Führungskraft, als Mensch?

Eine spannende Frage. Denn die von mir skizzierte Entwicklung bringt eine Herausforderung mit sich: Wir müssen umdenken. Viele von uns sind mit einer Elterngeneration aufgewachsen, in der es hieß: „Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.“ Nun aber beginnen wir zu begreifen, dass wir nicht alles alleine erreichen können. Das wichtigste Erfolgselement sind unsere Mitmenschen. Also unser Netzwerk aus Mitarbeitern und Kollegen, Lieferanten und Kunden. Eine Verinnerlichung dieser Haltung fällt vielen Menschen schwer.

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Es gibt Unternehmer, die diese Entwicklung erkannt und sich teilweise von Beginn an konsequent darauf ausgerichtet haben. Eines meiner Lieblingsbeispiele hierfür ist die Drogeriemarktkette „dm“. Deren Gründer Götz Werner stellt sich seit 40 Jahren immer wieder aufs Neue die Frage, was er dafür tun kann, damit sich die Kunden in seinen Filialen wohl fühlen. Breite Gänge, angenehmes Licht, gut ausgebildete und entscheidungsbefugte Mitarbeiter in Rufweite sind ein Ausdruck davon. Der Werbeslogan des Unternehmens bringt dies meiner Meinung nach passend zum Ausdruck: „Hier bin ich Mensch. Hier kauf ich ein.“

Das Bestreben, Kunden und Mitarbeitern persönlich, wie einem respektierten Bekannten zu begegnen, mag Ihnen übertrieben oder auch selbstverständlich erscheinen. Aber es ist weder das eine, noch das andere. Vergleichen Sie einmal die Unternehmer Götz Werner und Anton Schlecker. Die von ihnen aufgebauten Unternehmen agierten zwar im gleichen Markt, könnten aber kaum unterschiedlicher sein.

Der Faktor „Mensch“ ist immer vorhanden

Der Fall des einstigen Marktführers Anton Schlecker zeigt: Profit kann nicht mehr individuell maximiert werden, sondern nur noch partnerschaftlich. Wer dauerhaft versucht, den ganzen Profit nur für sich allein zu erwirtschaften, zu Lasten der Mitarbeiter, der Lieferanten oder auch der Umwelt, wird früher oder später scheitern.

Fakt ist: Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht. Es sind nicht die Unternehmen, Institutionen oder gar Computer, die die Geschäfte machen. Es sind die Menschen. Auch wenn der Faktor „Mensch“ bei manchen Geschäften unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Bei einem Buchkauf über das Internet steht er weniger im Vordergrund, als wenn Sie dies im örtlichen Buchhandel erledigen. Aber der Faktor „Mensch“ ist immer vorhanden.

Ehrlichkeit und Partnerschaft sind daher kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Beziehungspflege ist das A und O für Ihren wirtschaftlichen Erfolg. Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht. Der Satz ist einfach, die daraus resultierende Konsequenz mitunter brutal – wie im Fall von Schlecker.

Stellt sich die Frage: Wie geht das mit dem Beziehungsmanagement, wie gewinne ich Geschäftsfreunde? Wie baue ich tragfähige Beziehungen auf und wie stärke ich diese dauerhaft? Dafür möchte ich Ihnen in meinen kommenden Beiträgen ganz konkrete Tipps und Anregungen geben. Hand drauf.

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