Wer streckt schon gern Geld vor? Eben. Auch Kunden von Internetshops würden lieber auf Rechnung zahlen als per Sofortüberweisung, sagen Alexander Ey, Matthias Folkers und Arndt Sundermann. Bei Händlern ist diese Zahlungsmöglichkeit deutlich weniger beliebt. Schließlich tragen sie das Risiko, auf Forderungen sitzen zu bleiben, wenn Kunden nicht zahlen.
Da können Ey, Folkers und Sundermann helfen. Ihr Startup Billsafe wickelt Rechnungskäufe für Internetshops ab und übernimmt das Risiko von Zahlungsausfällen. Will ein Shop diesen Service in Anspruch nehmen, überprüft Billsafe, wie hoch das Risiko von Zahlungsausfällen liegt.
Dafür untersuchen die Gründer zum einen die Produktpalette des Shops. "Bei einem iPhone ist die Gefahr eines Zahlungsausfalls größer als bei einem Fotobuch", sagt Ey. Wichtig ist auch die Zielgruppe. Bei jungen Käufern sei das Risiko höher als bei solchen zwischen 30 und 50 Jahren, meint Ey. Vor jedem Kauf überprüft zudem eine Software von Billsafe die Daten des Kunden. Diese analysiert dann innerhalb von Sekunden anhand von dessen Daten, des Bestellzeitpunkts und des Warenwerts, ob er per Rechnung zahlen darf.
Gibt das System grünes Licht, zahlt der Käufer direkt an Billsafe. Das Startup leitet das Geld dann an den Onlineshop weiter. Sollte der Käufer seine Rechnung nicht begleichen, steht Billsafe für die Zahlung gerade. Für diese Sicherheit zahlen die bislang rund 50 Kunden von Billsafe eine monatliche Grundgebühr und eine Umsatzbeteiligung von vier bis zehn Prozent - abhängig von der Höhe des Risikos. Die drei Gründer sind sicher, dass ihr eigenes Risiko überschaubar bleibt. Die nötige Erfahrung bringen sie mit: Vor zehn Jahren gründeten sie ein Online-Inkassounternehmen.
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